Die niederländisch / slowakische Deathcore Band Distant hat ihr neues Album „Into Despair“ für den 6. November 2026 über Century Media Records angekündigt. Als bislang persönlichstes und emotionalstes Album wird der neue Langspieler angepriesen. Das Album setzt sich mit realen Lebenskämpfen, Verlust und der gemeinsamen Trauer auseinander, die uns Menschen miteinander verbindet.
Distant erklären dazu: „Angetrieben von schonungsloser Ehrlichkeit und purer Emotion, ist ‚Into Despair‘ ein Album, das aus persönlichen Kämpfen und gelebten Erfahrungen entstanden ist. Jeder Song enthält Fragmente der individuellen Lebenswege der Bandmitglieder – Momente des Schmerzes, der Reflexion und der Widerstandsfähigkeit, die zu einem zutiefst intimen Gesamtwerk verwoben sind. ‚Into Despair‘ ist weit mehr als nur eine Ansammlung von Liedern; es ist ein kathartischer Ausdruck von Verletzlichkeit und eine Erinnerung daran, dass Trauer – selbst in unseren dunkelsten Stunden – etwas ist, das wir alle teilen. Es ist das bislang aufrichtigste und authentischste Statement der Band, das persönliches Leid in etwas verwandelt, das universell berührt.“
Als erste Single erschien „All Will Be (N)One)“ und dazu sagte die Band: „‚All Will Be (N)One‘ ist ein düsterer, atmosphärischer Song, der die Angst der Menschheit vor dem Tod und die Unausweichlichkeit des Zusammenbruchs der Zeit thematisiert“, so die Band über das Stück. „Durch die Kombination wuchtiger Riffs mit unerbittlichen Rhythmen baut der Song ein schleichendes Gefühl der Beklemmung auf, bevor er sich in Momenten roher Konfrontation entlädt. Textlich vollzieht sich ein Perspektivwechsel: vom Widerstand hin zur Akzeptanz. Der Gastbeitrag von Ricky Myers (Suffocation) verleiht dem Song eine zusätzliche Ebene an Intensität und Nachdruck – und unterstreicht damit die zentrale Botschaft: Alles vergeht, und am Ende wird alles eins (bzw. ‚nichts‘) sein.“
Die beiden Zitate sollen exemplarisch für die (Selbst-)Beschreibungen der niederländisch-slowakischen Deathcore-Band stehen. Sie sollen nicht einschränken auf einen Gesamtumriss oder auf einen Song, sondern zeigen, wie ernst es das Quartett meint mit ihren Stücken. Im Jahr 2024 erschien „Tsukuyomi: The Origin“ und dies kann man als – zumindest – musikalische Fortsetzung sehen, textlich ist man laut Eigenaussagen viel persönlicher und deutlicher geworden.
Beispielsweise wird „The Shared Grief“ als sehr belastend genannt als es darum ging, den Track zu schreiben. Hier geht es um die Suizidversuche des Sängers und die Trauer / Traurigkeit, die seine Familie empfand als sie es herausfand. Das stelle ich mir tatsächlich als sehr belastend vor. Die Intensität und die Echtheit sind alles in allem in jedem Song zu spüren. Die dreizehn Stücke sind schon ziemlich hart, musikalisch wie emotional.
Dennoch kann mich das Gesamtwerk dieses Mal leider nicht überzeugen. Obwohl ich mit den Themen viel anfangen kann und mich selbst damit beschäftige, erreicht es mich musikalisch nicht ausreichend. Allerdings kann man mangelnde Kreativität auch nicht als Kritik nennen. Das ist aktuell ein sehr persönliches Ding und das Album vielleicht einfach zur falschen Zeit bei mir. Ich respektiere die emotionale Aufrichtigkeit und persönliche Tiefe, mit der Distant ihre Erfahrungen verarbeiten, doch musikalisch kann mich das Album trotz seiner Intensität diesmal nicht wirklich erreichen. Aktuell fehlt mir der Zugang dazu.














