Traurige Nachrichten aus Spanien: Bruno Kramm von Das Ich ist in der Nacht zum Samstag nach einem Konzert der Band im spanischen Granada verstorben. Das berichten übereinstimmend mehrere spanische Medien unter Berufung auf den örtlichen Rettungsdienst beziehungsweise die Nachrichtenagentur EFE.

Das Ich hatten am Freitagabend, dem 25. September, in der Sala Planta Baja in Granada gespielt. Der Auftritt war als erstes Konzert der Band im Süden Spaniens angekündigt worden.

Nach Angaben der spanischen Berichte gingen gegen Mitternacht mehrere Notrufe ein, nachdem ein Mitglied der Band zusammengebrochen war und nicht mehr reagierte. Polizei und Rettungsdienst wurden zur Sala Planta Baja gerufen. Die Einsatzkräfte konnten vor Ort nur noch den Tod des Musikers feststellen.

 

Prägende Figur der Schwarzen Szene

Bruno Kramm gründete Das Ich 1989 gemeinsam mit Sänger Stefan Ackermann. Die Band gehörte Anfang der 1990er-Jahre zu den Wegbereitern der Neuen Deutschen Todeskunst und verband elektronische Musik mit Elementen aus Gothic, Industrial, Klassik, Theater und Expressionismus. Stücke wie „Gottes Tod“, „Kain und Abel“ und später „Destillat“ wurden zu festen Größen der Schwarzen Szene.

Kramm prägte als Komponist und Produzent den charakteristischen Sound von Das Ich entscheidend. Darüber hinaus gründete und führte er das Label Danse Macabre und arbeitete als Produzent mit zahlreichen weiteren Künstler:innen und Bands der Gothic- und Alternative-Szene zusammen.

Erst 2025 hatten sich Das Ich nach langer Veröffentlichungspause mit neuer Musik zurückgemeldet. Mit „Fanal“ erschien im Oktober 2025 das erste neue Album seit vielen Jahren; auch 2026 war die Band wieder regelmäßig live unterwegs. Der Auftritt in Granada am Freitagabend sollte ein weiterer Termin dieser Rückkehr auf die europäischen Bühnen werden.

Zum jetzigen Zeitpunkt liegen noch nicht zu allen Umständen des Todesfalls bestätigte Informationen vor. Sobald es ein offizielles Statement der Band oder weitere gesicherte Angaben gibt, werden wir die Meldung entsprechend aktualisieren.

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Matthias Irrgang
Von Anfang an dabei, lag mein Hauptaugenmerk zunächst vor allem auf der technischen Realisation des Magazins. Inhaltlich habe ich mich über die Jahre vom Allrounder weg, hin zu den Bereichen Konzertfotografie und Newsredaktion entwickelt. Man trifft mich regelmäßig vor den Bühnen diverser Clubs in NRW, sowie auf meinen Pflichtfestivals (M'era Luna, Amphi Festival).
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Matthias Irrgang
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