Das siebte Studioalbum der amerikanischen Metal-Band Metallica erschien im November 1997 via Elektra Records in den USA und via Vertigo Records international. Es ist der Nachfolger zum 1996er-Werk „Load“. Die Stücke wurden in den selben Sessions kreiert und mit Bob Rock aufgenommen, dennoch als zwei getrennte Alben veröffentlicht. Weitere Aufnahmen fanden 1997 statt. „ReLoad“ ist außerdem das erste Album mit einem Gastsänger, in diesem Fall Gastsängerin, in Form von Marianne Faithfull beim Stück „The Memory Remains“. Das Release ist außerdem das letzte Album mit Bassist Jason Newsted.
Der Opener „Fuel“ hat keine tiefere Bedeutung. Der Track handelt vom schneller fahren wollen und trägt eine „Live fast, die young“-Philosophie in sich. Wahrscheinlich immer noch beliebt bei vielen Gamern. Wie auch schon Ende der 1990er.
„The Memory Remains“ handelt von einer betagten Filmdiva, die sich immer noch für berühmt hält. Die Spiegel sind verdeckt, damit das alternde Antlitz vermieden werden kann. Die Dame des Hauses wird zunehmend verrückt. Inspiriert wurde der Song vom düsteren Melodrama „Sunset Boulevard“ von Billy Wilder. Hier summt Marianne Faithfull auch die Melodie, außerdem war es die Idee der Gastsängerin, die Worte Marilyn Monroes aus dem Film „The Misfits“ einzufügen.
„Devil’s Dance“ beschäftigt sich mit der Dualität – gut und böse. Wie Metallica das auch schon bei „Sad But True“ getan haben. Hier ist der Protagonist vom Teufel besessen und wird von diesem gezwungen zu tanzen. Danach folgt „The Unforgiven II“. Es ist das erste Mal, das ein Story von einem gleichnamigen Song fortgeführt wird. Laut Lars Ulrich wurde das Stück absichtlich für „ReLoad“ übrig gelassen, um eine größere Pause zwischen dem ersten und zweiten Teil zu haben.
„Better Than You“ bekommt durch Jason Newsteds gesanglichen Beitrag ein anderes Feeling. Hier beschäftigt sich die Band mit dem Thema weiterhin der „Top Dog“ bleiben zu wollen. In „Slither“ könnten die besungenen Schlangen für die Versuchung aus dem Garten Eden herhalten. Oder auch als Metapher für Drogen angesehen werden, da Schlangen häufig giftig sind, ebenso wie Drogen machen sie den Körper und damit das Lebewesen, dem das Gift verabreicht wird.
„Carpe Diem Baby“ beschäftigt sich weiter mit einem düsteren Thema. Menschen sollen laut Hetfield mehr Verantwortung übernehmen, ein Theme das immer wiederkehrt beim Frontmann. Nichts läuft immer nach deinen Wünschen.
„Low Man’s Lyric“ handelt von einem obdachlosen Mann, der seine Frustrationen über die Welt im Song herauslässt. „Prince Charming“ ist aus der Sicht eines bösen Mensch in verschiedenen Szenarien. In „Fixxxer“ ist der Erzähler eine Voodoo-Puppe, verzweifelt darum bittend, die Qualen und Folterungen zu beenden.
Hier gibt es 76 Minuten Musik einer Metallica-Version, die schon deutlich von ihren Wurzeln entfernt ist und ihren Weg auf dem Zenit bestreiten wird. Natürlich war das self-titled Werk, das schwarze Album, ein Erfolg das seinesgleichen sucht.
Bei dieser neuen Version von „ReLoad“ gab es für mich eine 3fach-CD-Edition. Auf den beiden weiteren CDs gibt es Demos, Mixe, Live-Versionen etc. von Stücken, die hier schon enthalten sind. Dennoch war das interessant, um ein wenig die Entwicklung des einen oder anderen Songs wahrnehmen zu können. Ein Werk, das mit hochgezogenen Augenbrauen und viel Skepsis begegnet wurde. Ich konnte damals schon einige gute Tracks für mich entdecken. Nicht nur die Singles. Das Album macht immer noch Spaß und war sehr angenehm, dieses mal wieder sehr intensiv zu hören.
Die neuen Editionen sind auf dem bandeigenen Label Blackened Recordings erschienen.















