„Hum Of Hurt“ ist das zwölfte Studioalbum der Mathcore-Metalcore-Band Converge. Es wurde am 5. Juni 2026 via Epitaph Records und Deathwish Inc. veröffentlicht. Der Longplayer ist eine Besonderheit, denn es ist das zweite Werk der Gruppe im Jahr 2026 und ist der Nachfolger von „Love Is Not Enough“.
Frontmann Jacob Bannon schreibt zum Titel: „What if the “Hum” is the culmination of all the pain in the world creating an audible hum across the universe? Something only heard by others operating on a similar frequency?“ „Hum“ bezieht sich auf das sogenannte Brummton-Phänomen: https://de.wikipedia.org/wiki/Brummton-Ph%C3%A4nomen.
Der Opener „Slip The Noose“ handelt von dem Entkommen der Fallstricke des Lebens. Hier stellen sie eine Lektion für die Kinder des Frontmanns dar und dass er ihnen dabei helfen möchte, Lektionen zu erkennen und den Fallen zu entkommen.
„Doom in Bloom“ verstehe ich schon fast als musikalische Therapiesitzung. Wie alles was die Band gemacht hat, ist es sehr persönlich. Was ist mit unseren Gefühlen? Sind die vermeintlich negativen immer ein Fehler oder müssen wir lernen damit „nur“ anders umzugehen? Jacob Bannon nennt hier Wut: „Anger, especially, is often misunderstood. While it can consume us when left unchecked, it can also reveal what matters most, exposing our convictions, our boundaries, and our desire for something better. Anger can be a gift if you use it to start your own fire, transforming pain into purpose and frustration into action. The challenge is not to extinguish the flame, but to learn how to carry it forward in a way that creates light rather than destruction.“
„It Only Gets Worse“ handelt vermutlich von den aktuellen, globalen Geschehnissen. Kälte nimmt zu, Wärme nimmt ab. Während wir Hass verbreiten und ihn zulassen, wäre das genaue Gegenteil uns selbst gegenüber aber auch anderen die bessere Lösung. Ein Lobgesang auf das Mitgefühl.
In „Detonator“ plädiert der Frontmann dafür, dass zu sagen zu den Personen, solange man es noch kann. Viel zu oft kommt der Verlust und der Bruch, bevor man selbst die Chance ergriffen hat wichtige Dinge mitzuteilen. „I Won’t Let You Go“ beschäftigt sich mit dem Wiederaufbau des eigenen Selbst mithilfe von Therapie, Gesprächen, Reflektionen und allerlei mehr. Ein schwieriges Unterfangen das viel Zeit benötigt.
„It’s Not Up To Us“ beschäftigt sich mit der Geschwindigkeit des Wandels, aber auch mit der eigenen und der Illusion, dass es oft nicht unser eigener intrinsischer Wunsch ist diesen Weg und / oder diese Geschwindigkeit an den Tag zu legen. Viel mehr sollte der Fokus darauf liegen, dass wir die mitfühlenden, kreativen Anteile in uns bewahren und ausbauen, sowie auch schützen und verteidigen.
„Dream Debris“ beschäftigt sich mit Gesagtem aus der Vergangenheit und welche Auswirkung das noch Jahr(zehnt)e danach haben kann. Und vermutlich auch wird. Ebenso wie Erfahrung, die wir einst als „ausreichend damit beschäftigt“ abgetan haben, uns immer noch formen und weisen. „It Used To Matter“ ist ein Instrumental und eigentlich spricht der Titel schon deutlich für sich.
Der Titelsong beschäftigt sich mit dem Ist-Zustand und die Differenz zum Wunsch-Zustand, also die Person, die man selbst gerne sein möchte. Eine Anhäufung von Schmerz, Erfahrungen und mehr. Eine unangenehme Realisation.
„Nothing Is Over“ könnte man als Fortsetzung von „It’s Not Up To Us“ sehen. Allerdings mit einem deutlich größeren Fokus aus dem Ausbau und dem Schutz unserer menschlichen Anteile wie Mitgefühl, Liebe, Kreativität und einigem mehr.
Auch auf „Hum Of Hurt“ lassen sich immer noch alte Anteile von Converge. Die mehr chaotischen zum Beispiel, allerdings bricht der Groove mal mehr, mal weniger durch. Ebenso gibt es weniger Metal-Anteil als auf den Vorgänger „Love Is Not Enough“, dafür mehr in harschen Emocore.
Wie anfangs schon gesagt und wie in den Zeilen vorher deutlich geworden, hoffe ich, ist es hier wieder äußerst persönlich. Für mich eine Art Therapiestunde. Wie Musik meist auf mich wirkt, weiß ich ziemlich gut und ich mag den Stupser, den ich mal mehr, mal weniger brauche. Auch die neuen Denkansätze und das erdende einer Converge-Platte finde ich immer so angenehm. Grandioses Album, dass auf einem gleich-gutem Level steht wie der Vorgänger (Review hier).














