Festivalbericht: Das war das M'era Luna 2016Das Mera Luna 2016 hätte wettertechnisch kaum besser sein können. Mit angenehmen 20-25°C und einem Wechselspiel aus Sonne und Wolken konnte man entspannt feiern, egal ob auf dem Zeltplatz oder auf dem Festivalgelände. Die gut 25.000 Besucher erwartete auch in diesem Jahr, zu mittlerweile 16. Auflage des Festivals, wieder ein tolles Lineup, mit vielen hochkarätigen Bands auf dem Flugplatz in Hildesheim-Drispenstedt.

Da der Freitag der offizielle Anreisetag für das Mera Luna Festival ist, ging es hier auch entspannt los, ab 20:00 Uhr konnte man im Disko-Hangar den Lesungen von Markus Heitz, Luci van Org und Christian von Aster lauschen um dann ab 22:30 Uhr mit dem Gothminister DJ Team und Tom Lesczenski & Frank D’Angelo ([:SITD:]) so richtig in Stimmung für die kommenden beiden Tage zu kommen!

 

Samstag, 13.08.2016

shaarghot-mera_luna_2016-10Die Eröffnung des diesjährigen Mera Lunas auf der Main Stage war Aufgabe von den Gewinnern des Newcomer-Wettbewerbs Shaârghot, die eine riesige und verrückteParty feiern wollten und dies mit ihrem harten Sounds um diese Uhrzeit auch ziemlich gut hinbekommen haben.

Im Hangar eröffnete währenddessen Vlad in Tears das Festival, die mit ihrem Dark Rock nicht nur der Menge einheizen, sondern auch einen Ausblick auf das neue Album „Unbroken“ geben wollten.

 

erdling-mera_luna_2016-7Mit Erdling gab es als Nächstes auf der Main Stage eine noch recht junge Band, die in diesem Jahr ihre M’era Luna Premiere feierte. Mit ihrem geschickten Wechselspiel zwischen Rock, Metal und hymnenartigen Melodien brachten die Ex-Stahlmänner die Erde um die Mittagszeit zum Erzittern.

A Life Divided startete danach im Hangar. Die 2003 gegründete Band, die schon mit einigen Szenegrößen, wie Eisbrecher, Apocalyptica und auch Unheilig auf Tour waren, begeisterte das anwesende Publikum mit feinstem Synth-Rock.

 

gothminister-mera_luna_2016-6Für die Main Stage war nun norwegischer Gothrock angesagt. Mit Gothminister stand eine erfahrene Band der Szene auf der Bühne, die mit einer erbarmungslosen Mischung aus Metal unds Rock das Publikum sofort packte und gehörig ins schwitzen brachte.

Im Hangar war es nun Zeit für Chrom. Mit ihrer interessanten Mischung aus Synth Pop, EBM und Club Electro schafften sie für das Publikum einen melodisch-tanzbare Electrosound, der alle Anwesenden in gute Stimmung brachte.

 

stahlmann-mera_luna_2016-12Mit Stahlmann war nun auch die Neue Deutsche Härte beim Mera Luna angekommen. Knallharter, brachialer Sound fegte über das Gelände und weckte damit auch den letzten Langschläfer auf. Das Publikum war von 0 auf 100 in 1 Sekunde!

Mit Noisuf-X im Hangar dürfte jedem klar gewesen sein, was einen dort erwarten würde. Härtester EBM, der nicht nur die Wände zum Beben brachte, sondern auch jedem zum Abtanzen animierte.

 

lacrimas_profundere-mera_luna_2016-6Die Goth-Rocker von Lacrimas Profundere enterten die Main Stage und animierten das Publikum mit ihren düsteren Klängen, die sowohl Aggression als auch Melancholie enthalten, zu einem hemmungslosen Tanz der die Seele befreit.

Seit über 33 Jahren gibt es Cassandra Complex, die sich als Nächste im Hangar anschickten ihre Mischung aus Wave, Industrial und Punk dem anwesenden Publikum zu präsentieren. Geprägt von poetisch okkulten Texten wurde auch diese Band von ihren treuen Fans gefeiert.

 

oomph-mera_luna_2016-2Oomph! Jeder weiß was dieser Ausruf bedeutet – Jeder! Neue Deutsche Härte, Industrial, EBM par excellence. Dero, Crap und Flux wissen was das Publikum will, und genau das bekam es auch! Abfeiern pur!

 

haematom-mera_luna_2016-1Im Hangar war es nun Zeit für Märchen, die Himmelsrichtungen und Masken. Zeit also für Hämatom, die mit ihrem aktuellen Album „Wir sind Gott“ im Gepäck ihr Festivaldebut auf dem M’era Luna 2016 gaben. Metal Sound zum mitgrölen, zurück blieb ein durchgeschwitztes Publikum ohne Stimme.

 

diary_of_dreams-mera_luna_2016-7Auf der Hauptbühne war nun die Zeit für Diary of Dreams gekommen. Düster melancholisch verzaubert der charismatische Frontmann Adrian Hates das Publikum, das zu der mitreißenden Mischung aus Synth und Rock kaum stillhalten kann.

Die Musik von Diorama ist genauso wenig eindimensional, wie es der Name der Band vermuten lässt. Vielschichtiger Synthpop mit viel Melodie und Melancholie ergeben eine dreidimensionale Klangwelt, die jeden in Verzückung bringt.

 

apocalyptica-mera_luna_2016-15Mit Apocalyptica war es nun Zeit für die finnischen Cello-Rocker, die nunmehr seit über 21 Jahren die Publika dieser Welt begeistern, egal ob Jung oder Alt, Metal oder Punk, jeder lässt sich gleichermaßen von diesen Klangpoeten in ihren Bann ziehen. Eine Stunde konnten sich die Zuhörer hier fallen lassen und die Epik genießen.

Harte Beats, aggressive Elektrosounds, tanzenden Menschen- [:SITD:] reißen zusammen mit dem Publikum den Hangar ab.Gewohnt hart, gewohnt mächtig präsentiert sich das Trio und bringt alle zum Schwitzen.

 

lacrimosa-mera_luna_2016-1Tilo Wolf und Lacrimosa, das sind über 25 Jahre Präsenz, die heute nicht mehr wegzudenken ist in der schwarzen Szene. Das Publikum war zurecht begeistert und feierte zusammen mit der Band deren Auftritt am frühren Abend.

 

Seit 1980 gibt es Die Krupps, die sich nun anschickten den Hangar zu erobern, mit ihrer Mischung aus Avantgarde und Post-Industrial. Unkonventioneller Sound der niemand im Hangar in Ruhe lassen konnte, sondern alle gepackt und mitgerissen hat.

 

 

vnv_nation-mera_luna_2016-1VNV Nation bedarf keiner Erklärung, da jeder der sich auch nur ein wenig in der schwarzen Szene auskennt, diese Band kennt. Industrial, Rock und viel Elektronik ergeben eine Dance Mischung, die einfach jeden fesselt, und niemand kalt lässt, egal aus welcher musikalischen Richtung. Auch an diesem Abend wurde wieder ein Fest gefeiert, zusammen mit dem Publikum. Ein absolutes Highlight war das Lampenmeer zu „Nova“

 

hocico-mera_luna_2016-5Zeit für den Hangar Headliner, Zeit für Aggrotech, Zeit für Hocico! Seit über 20 Jahren lässt diese Band jedes Fundament erzittern, bringt Menschen an den Rand ihrer Ausdauer. Im Hangar war die Stimmung auf dem Siedepunkt, mehr ging einfach nicht!

 

sisters_of_mercy-mera_luna_2016-2Nebel. Dunkle Farben. Die Sisters of Mercy waren als diesjähriger Headliner am Samstag Abend auf dem Mera Luna Festival an der Reihe. Und das was das Publikum erwartet hatte, wurde auch präsentiert. Die Altmeister aus England präsentierten ihre Hits und konnten mit ihrem psychedelischem Industrial begeistern.

 

Wer jetzt noch nicht genug hatte konnte mit Martin Engler & Sven Enzelmann Disko-Hangar bis in die frühen Morgenstunden abfeiern.

Bericht: Ignatius von Schneeberg

Fotos: Matthias Irrgang