Mono Inc. - 01.10.2010 - Matrix BochumEs ist der 1. Oktober 2010, ein lauschiger Herbstabend in Bochum. Dichtgedrängt steht eine kleine Traube von Fans vor der Matrix – von einem großen Tourauftakt ist noch nichts zu sehen. Ein Energiedrink später sieht das anders aus – über 100m zieht sich die Schlange der Wartenden nun über den Parkplatz – gut 45 Minuten vor Einlass.

Zum zweiten Mal heißt es vor der „Tube“ warten, jenem schlauchförmigen Konzertraum, in dem an diesem Abend Mono Inc. den zweiten Teil ihrer „Voices of Doom“ Tour starten wird. 30 Minuten später – die Türen öffnen sich und sofort rennen die Fans zur Bühne – ein Glück, dass es an diesem Abend einen Fotograben gibt.

Alle guten Dinge sind drei, und weil es so schön war, warten die angereisten Fans aus Nah und Fern nun gemeinsam zum dritten Mal, diesmal auf den Beginn der Supportband [Soon].

 

Soon - 01.10.2010 - Matrix BochumDiese stehen an diesem Abend in reduzierter Form auf der Bühne, Bassist Markus ist an diesem Abend krank geworden, so dass der Bass vom Band kommt. Die Band nimmt es gelassen, scherzt, man habe extra für solche Fälle die einzelnen Spuren im Gepäck.

Musikalisch fällt das wenig ins Gewicht, hat zudem den netten Nebeneffekt dass die kleine Bühne nicht eine Person mehr beherbergen muss und sich Sänger Eric und Gitarrist Lenny umso mehr austoben können. Die Band liefert gut durchdachten Alternative Rock, im Publikum mag jedoch nicht so richtig Stimmung aufkommen – es wird mehr als deutlich, warum die Fans an diesem Abend hier stehen.

Nach neun Tracks ist der Auftritt auch schon zu Ende – Spaß gemacht hat es, wenngleich es sicherlich schöner wäre, wenn das Publikum entsprechend auf die Band eingestimmt wäre und sie nicht nur als Dreingabe zum Mainact sehen würde.

 

 

Setlist: Grown Apart // All I Wanted // High Time // Estrangement // Why // Our Isolation // Trust // Desperate // Lonely Way

 

 

 

Mono Inc. - 01.10.2010 - Matrix BochumSchon in der Umbauphase heizt sich die Stimmung merklich auf, kurz nach 21 Uhr ist es soweit – das Licht geht aus, hinter dem Drumset erscheint, hell erleuchtet im sonst eher dunklen Bühnenbild, das stilisierte Cover von „Voices Of Doom“. Die Band betritt die Bühne und legt mit „Forgiven“ los – offensichtlich sehr zur Überraschung der Fans, die, von den ersten Reihen abgesehen, zunächst nur schüchtern mitsingen.

Erst mit „Bloodmoon“ und der aktuellen Single „Comedown“ bricht das Eis, respektive die Menge in Feierei aus.

Etliche Stücke später wird es ruhiger: Die Band verschwindet von der Bühne, nur Sänger Martin sitzt auf einem Barhocker, eine Akustikgitarre in der Hand. Nach einer längeren Ansprache über Trennungen und daraus resultierende Emotionen und Verletzungen stimmt er „Life Hates You“ an, das in dieser Variante zugegebenermaßen wundervoll klingt. Ein weiterer Monolog sowie die obligatorische Coverversion von „The Passenger“ folgen, dann kehrt die Band auf die Bühne zurück. Die kurze Verschnaufspause scheint in der überhitzten Tube Wunder gewirkt zu haben, denn „Avalon“ ertönt nun aus unzähligen Kehlen.

 

Erneuter Umbau: Diesmal stehen zusätzliche Drums auf der Bühne, die, synchron geschlagen, die Rockballade „If I Fail“ einleiten. Wer bis jetzt die „großen“ Hits vermisste, kommt jetzt auf seine Kosten, denn Schlag auf Schlag geht es nun weiter, bis sich mit den letzten Klängen von „Voices Of Doom“ Mono Inc. verabschiedet und die Bühne verlässt.

Doch Mono Inc. wären nicht Mono Inc., und ihre Fans nicht Mono Inc. Fans, wenn dieser Abend ohne Zugabe und anschließendes Meet and Greet enden würde, und nachdem dem lautstark eingeforderten Wunsch nach einer Zugabe in Form von „Get Some Sleep“ stattgegeben wurde, war der erste Auftritt zu Ende.

 

 

Setlist: Forgiven // My Sick Mind TV // Bloodmoon // Comedown // Gothic Queen // Just Because I Love You // Euthanasia // Why Can’t I  // Rest In Grace // Life Hates You // The Passenger // Avalon // If I Fail // This Is The Day // Temple Of The Torn // Sleeping My Day Away // Voices Of Doom // Zugabe: Get Some Sleep

 

 

 

Während die von weit angereisten Fans stellenweise schon ihren Heimweg antraten, begaben sich Mono Inc., wie sollte es auch anders sein, später zum Plausch mit den Fans zum Merchandise Stand, während die Party in der Matrix Bochum bis in die frühen Morgenstunden weiterging.

Ein durchaus würdiger Tourauftakt!

 

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Matthias Irrgang
Von Anfang an dabei, lag mein Hauptaugenmerk zunächst vor allem auf der technischen Realisation des Magazins. Inhaltlich habe ich mich über die Jahre vom Allrounder weg, hin zu den Bereichen Konzertfotografie und Newsredaktion entwickelt. Man trifft mich regelmäßig vor den Bühnen diverser Clubs in NRW, sowie auf meinen Pflichtfestivals (M'era Luna, Amphi Festival).