The BossHoss Flames of fame

The BossHoss melden sich mit Flames of Fame zurück auf der musikalischen Bildfläche. Wenn man das Album in den Player legt fragt man sich zunächst – ist das ihr Ernst? Wir wissen ja, dass man die Band immer mit einem zwinkernden Auge sehen sollte und bei diesem Album ist das besonders der Fall.

 

Artwork: Für uns gab es die einfache Jewel-Case Edition. Ein Tiger ziert das Cover und im Booklet gibt es die Songtexte sowie einige Fotos der Band, die wohl ihr Lebensgefühl der unendlichen Freiheit widerspiegeln sollen.

 

Tonqualität: Hier kommen keine Zweifel auf. Das Album ist gut produziert, klingt gut im Autoradio macht aber auf der Referenzanlage noch viel mehr Spass.

 

Musik: Das Album startet mit einem druckvollen Song namens Bullpower. Der zweite Titel Do it versucht etwas Funk in die Country Musik zu bringen, ist aber irgendwie nicht richtig umwerfend. Mein Lieblingstitel ist Eager Beaver. Der Song lief ein paar Mal auf einer längeren Tour im Mindbreedmobil und löste einfach das Gefühl aus, selbst einen Truck zu steuern. Natürlich dachte ich sofort an einen The BossHoss Truck mit riesigen Airbrushmotiven, einem Schmutzfänger mit der Silhouette einer hübschen Frau und riesigen verchromten Auspuffrohren. 

Eine der schwächsten bzw. schwierigsten Nummern ist My Personal Song. Beim ersten Hören konnte ich damit nichts anfangen, aber nach einigen Malen erkennt man den Versuch, darin Menschen durch Musik ein gutes Gefühl zu vermitteln. Als Rausschmeißer gibt es God loves Cowboys. hier treiben es die Jungs noch mal auf die Spitze der Ironie bzw. Provokation. Die Textzeile „God loves Cowboys believe it or not, if you mess with BossHoss you mess with God“ spricht für sich selbst. Insgesamt ist das Album gefühlt etwas kurz und der Ghosttrack im 11. Lied, bei dem man gespannt wartet besteht leider nur aus Applaus.

 

Fazit: Die Großstadtcowboys mit dem überzogenen Texasakzent melden sich mit diesem Album zurück auf der Bildfläche. Das Album startet gut und driftet aber schnell in massentauglichen Pop ab.

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