Nach einer Kreativpause melden sich die Sinbeats aus Frankfurt a. M. zurück. 13 neue Tracks dokumentieren die stetige Weiterentwicklung der Band, die zwischen Indie-Rock und Wave pendeln.
Kaum zu glauben, dass diese Band aus Frankfurt am Main kommen soll. Solche Pop-Wave Stücke gepaart mit Indipendent Gitarren ist man sonst nur von den Frühwerken The Cure´s gewohnt. Aber dennoch schwingt in jedem der Stück des Trios, was ungewöhnlich viel Perkussion enthält, etwas eigenes mit. Die Band um Arkadius Neumann (Bass), Harry Wolff (Vocals, Gitarre) und Wolfgang Huth (Vocals, Drums, Perkussion) lässt sich in alles pressen, aber nicht in die Kaskade der größtmöglichen Bekanntheitsgradobsession. Nicht grundlos gehören sie daher seit einiger Zeit in die feste Szene des Undergrounds im Frankfurter Raum und darüber hinaus. Etliche Veröffentlichungen und mit weit über 100 Konzerten erspielten sie sich so eine große Gemeinde, ehe sie von SX entdecket worden.
Und das ist auch gut so, weil dann wäre nach dem Ursache-Wirkung-Prinzip niemals diese Perle des Indie-Rocks an die Oberfläche gespült worden. So hat eine Steigerung des Bekanntheitsgrades also nicht immer etwas damit zu tun, Undergroundfans aufzuschrecken, die dann ganz laut „Kommerz!“ rufen.
Seit April 2006 ist die gleichnamige CD erhältlich und jeder, der mit Sisters of Mercy; The Pixies und Bauhaus sympathisieren kann, sollte sich zumindest ein paar Ausschnitte (zu finden auf der Bandhomepage) anhören.
Da ist dieses wüste Gitarrenspiel, was sich im nächsten Song mit tiefmelancholischem Pathos abwechselt und die große Facette darstellt, was man mit drei Musikern alles anstellen kann, wenn man die bloß an ihre Instrumente lässt. Besonders „Annabel Lee“ und „Bury My Heart“ sind die Stücke, die das Album zur Ruhe bringen und die zuvor beschriebene Melancholie am besten repräsentiert.
Von einem Gefühlszustand zum nächsten wird man hier geworfen und man kann zu Recht sagen, dass das Album irgendwie sein Eigenleben hat. Es pulsiert und donnert.
Autor: Eniz












