Rezension: Mono Inc. – Symphonic liveMono Inc. sorgten vor einigen Jahren für ein Erdbeben in der Gothic-Szene. Die Alben wurden geliebt, Tourneen im Vorprogramm von ASP und später als Headliner sorgten dafür, dass sich die Band einen ausgezeichneten Live-Ruf erspielten konnte. Das letzte Album, „Welcome To Hell“, konnte die bisherigen Erfolge sogar noch steigern und sorgte dafür, dass sich die Musiker dazu entschieden mit einem klassischen Ensemble auf Tour zu gehen. Spontan entschloss man sich das Konzert in Leipzig für die Nachwelt festzuhalten. Heraus kam „Symphonic live„.

“Welcome To Hell“ sorgt für einen warmen Empfang, denn so gefühlvoll kennt man Mono Inc. Eher selten. Ein großartiges Stück, das durch die Streicher noch an Eindringlichkeit gewinnt. Mit „Long Live Death“ findet sich ein Fanliebling auf der Setlist, der in seiner neuen Version noch mehr überzeugt, als bereits sowieso schon. Ein echtes Meisterwerk. „Risk It All“ war der Track, der die Überlegungen mit mehreren klassischen Musikern auf Tour zu gehen, erst angestoßen hat. Ursprünglich als Bonus-Song veröffentlicht, waren die Fans sich einig, dass man dieses Konzept ausbauen sollte. Wenn man diesen Beitrag hört, weiß man auch, dass sich die Fanbase hier nicht geirrt hat. Der Everblack „Get Some Sleep“ erfährt fast so etwas wie eine Frischzellenkur. Im Original bereits ein absolut geniales Stück Musik, spürt man im neuen Gewand eine völlig neue Atmosphäre, in die man sich schockverliebt.
Der nächste Track ist ebenfalls kein Unbekannter. „Symphony Of Pain“ gehört seit Jahren zum festen Bestandteil eines jeden Konzerts der Band. Ein schwungvoller Beitrag, der direkt zum Mitsingen auffordert. „Gothic Queen“ hat sich einen festen Platz in den Herzen der Gemeinde erspielt. Die neue Version für eine weitere Verfestigung dieses Tracks sorgen. Nach dem ungewöhnlichen „Arabia“ neigt sich diese Veröffentlichung dem Ende entgegen. Natürlich darf auch „Voices Of Doom“ nicht fehlen. Geliebt und immer wieder frenetisch abgefeiert, kann man sich dieser einzigartigen Magie nicht entziehen. Das Highlight der Veröffentlichung ist aber zweifelsohne „Children Of The Dark“, das als Hymne der schwarzen Szene nicht mehr wegzudenken ist. In der Klassik-Version wirkt der Beitrag noch euphorischer als im bekannten Rockgewand. Ein epischer Abschluss eines genialen Abends.

Fazit: „Symphonic Live“ lohnt sich insbesondere für Freunde, die diese Band kennen und Mono Inc. In einem völlig neuen Gewand neu entdecken möchten. Den Zauber der einzelnen Songs bringt die klassische Version schon gut rüber, aber um sich ein komplettes Bild über die besondere Faszination dieser Band machen zu können, sollte man einfach die originalen Versionen kennen. Spannend ist die Reise aber allemal und damit kann ich beruhigt eine Kaufempfehlung aussprechen.