Ende März 2026 ist von der melodischen Hardcore-Punk-Band Good Riddance das zehnte Studioalbum namens „Before The World Caves In“ über Fat Wreck Chords erschienen. Die Gruppe hat sich im Jahre 2012 wieder zusammengefunden, nachdem es im Jahre 2007 zu einer Trennung kam.

Die aktuelle Besetzung sieht daher so aus:

Russ Rankin – Gesang (1986–2007, seit 2012)
Luke Pabich – Gitarre (1990–2007, 2012–heute)
Chuck Platt – Bassgitarre (1994–2007, 2012–heute)
Sean Sellers – Schlagzeug (1996–1999, 2006–2007, 2012–heute)

Good Riddance - Before The World Caves In
Good Riddance Before The World Caves In

Zum neuen Werk kann Frontmann Russ Rankin folgendes erzählen:

„Als wir unser zehntes Studioalbum in Angriff nahmen, wurde uns klar, dass wir etwas schaffen mussten, das kraftvoll genug ist, um diesem historischen Moment direkt ins Gesicht zu sehen. Wir wollten Songs schreiben, die nicht zurückschrecken, Songs, die das Gewicht, die Dringlichkeit und die Aggression der Zeit, in der wir leben, tragen können.

Eine bewusste Dunkelheit zieht sich durch das Album, eine Stimmung, von der wir hofften, dass sie sich um jeden Track windet und der Sammlung einen einheitlichen Puls verleiht.

Wir haben auch versucht, unsere bisherigen Formeln zu überdenken, mit breiteren Dynamiken zu experimentieren und bestimmten Passagen Raum zum Atmen zu geben, bevor wir die Schrauben wieder anziehen. Diese Ebbe- und Flutbewegungen ermöglichten es uns, Spannung und Wirkung auf eine Weise aufzubauen, die wir zuvor noch nicht erkundet hatten.

Wir hoffen aufrichtig, dass diese Songs sowohl bei den Menschen, die uns seit Jahrzehnten begleiten, als auch bei allen, die unsere Musik zum ersten Mal entdecken, einen Nerv treffen.“

Der Opener „There’s Still Tonight“ enthält ein Intro aus dem Film „Sneakers“ (dt.: Sneakers – Die Lautlosen). In dem Film möchte der Bösewicht die Finanzdaten löschen, um alle Menschen – ob reich oder arm – gleichzustellen. Die Band scheint dieser Idee zumindest nicht abgeneigt zu sein. Ob sie diesen Weg befürworten, wissen nur sie selbst. Das Stück an sich handeln von den Spaltungen in der Gesellschaft und ist ein klassisches Punk-Thema, das soziale Ungerechtigkeit(en) anpragert.

„Poverty of Language“ ist hingegen ein Aufruf gegen Apathie und Leere. Geprägt von der oberflächlichen oder substanzlosen Wortwahl oder Themenwahl in diversen Konversationen. Auch das TV-Programm und Streaming-Angebot spiegelt das gut wieder. Ebenso die Nutzung der „falschen“ Social-Media-Angebote und die damit einhergehende Zeitverschwendung.

„No More System to Believe In“ ist das längste Stück des Album und richtet sich gegen den Aufstieg des (Turbo)Kapitalismus und den damit verbundenen (Ver)Fall der Demokratie. „To Suffer Is the Name“ erforscht die Unzuverlässigkeit des Gedächtnisses und die Bedeutung, sich selbst und seine Fehler zu akzeptieren, da man niemand anderes sein kann.

„Before The World Caves In“ bietet alles für den geneigten Fan der Band und für den Hörer des Genres ebenfalls. Guter Wiedererkennungswert vom West-Coast-Sound und dem Genre. Good Riddance scheinen in Top-Form. Kann man sich bei den untenstehenden Tourdaten auch hierzulande von überzeugen.

Good Riddance – Tour 2026
31.07. – Hannover, Fährmannsfest (DE)
01.08. – Goldenstedt, Afdreit un Buten (DE)
02.08. – Berlin, SO36 (DE)
03.08. – Leipzig, Naumanns (DE)
04.08. – Zdunska Wola, MDK Ratusz (PL)
05.08. – Brno, Kabinet Múz (CZ)
06.08. – München, Backstage (Halle) (DE)
07.08. – Weinheim, Café Central (DE)
08.08. – Duffel, Brakrock (BE)
09.08. – Schweinfurt, Stattbahnhof (DE)
11.08. – Tolmin, Punk Rock Holiday (SI)
12.08. – Brescia, Radio Onda D’Urto Festival (IT)
13.08. – Zürich, Dynamo (CH)
14.08. – Vilmar, Tells Bells (DE)
15.08. – Lierop, Nirwana Tuinfeest (NL)

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