Bisher erschienen die Studioalben von Pupil Slicer im Zweijahrestakt. Mirrors (2021), Blossom (2023) und im vergangenen Jahr dann Fleshwork via Prosthetic Records. Auch das aktuelle Album steigt hart in das Geschehen ein und serviert den bekannten Sound. Er wirkt allerdings klarer, ausgereifter, dennoch brachial und ordentlich auf die Zwölf.

© Pupil Slicer - Fleshwork
© Pupil Slicer Fleshwork

Das stellt der Opener „Heather“ direkt zu Beginn klar. Aber „Gordian“ steht dem in nichts nach. „Sacrosanct“ bietet für mich einiges an Abwechslung und dürfte wohl meiner Favorit, Stand jetzt, sein.

Danach folgt „Black Scrawl“ und beschwert uns wieder den lupenreinen, chaotischen Mathcore. Natürlich hier und da mit einigen Variationen, die alle mit einbringen. Der neue Bassist und für Background-Vocals zuständige Luke Booth. Oder eben Josh Andrews und Frontfrau Katie Davies.

So ein richtiges Gefühl, wohin die Reise nun musikalisch gehen mag, bekommt man nicht. Thematisch hingegen beschäftigt sich die Band mit Verfall, Entfremdung und soziale Ausgrenzung besonders marginalisierter Gruppen.

Die neun Song laufen etwas mehr als 35 Minuten und bietet einiges, was man aus dem Mathcore-Bereich kennt, aber auch einige neue Akzente, die Pupil Slicer auf „Fleshwork“ ausmachen. Freunde des Genres werden sicherlich verstehen, was ich meine, wenn ich sage: Das Album bereitet Freude. Alle anderen sind wahrscheinlich verwirrt. Aber die sehen derlei Sound wahrscheinlich als Krach an.

Fleshwork von PUPIL SLICER

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