Wenn sich Van Canto Mastermind Stefan Schmidt und Jörg Michael (ex- Stratovarius) zusammenschließen, kann dabei nur ein grandioses Album herauskommen.
Heavatars „Opus II“ wurde maßgeblich durch die alten Meister um Beethoven, Bach oder Bizet inspiriert. Da Klassik immer als Urgroßvaters des Metals bezeichnet wird, findet hier eine ungewöhnliche Reise zu den Wurzeln der harten Klänge statt.
Mit „None shall sleep“ beginnt die Band das Album schwungvoll, immer wieder durch kleine Breaks unterbrochen, offenbart sich hier die gesamte musikalische Klasse der Herren. „Into Doom” ist bereits ein kleiner Diamant, der sich gleich vorn in der Tracklist findet. Ein angenehmer Songverlauf, der insbesondere durch seine Melodie einen ganz besonderen Charme eingehaucht bekommt und den geneigten Zuhörer mit offenen Mund zurücklässt. Melodisch geht es im Anschluss mit „Purpose Of A Virgin Mind“ weiter. Hier setzt sich ebenfalls die Liebe zu eingängigen Melodien fort. Ein großartiger Power-Metal Track, den man einfach lieben muss. Mit einem Augenzwinkern ist „Hijacked By Unicorns“. Eine sehr amüsante Abrechnung mit einem gesellschaftlichen Phänomen, dass sicher nicht nur Metaler beschäftigt. Eine sehr bekannte Tonabfolge erwartet euch beim Titeltrack „The Annihilation“. Eindrucksvoller kann man die Brücke zwischen Klassik und Metal nicht schlagen. Beethoven wäre mehr als zufrieden mit diesem Ergebnis. Ein Song, der über die typischen „Van Canto“- Merkmale verfügt ist zweifelsohne „Wake Up Now“. Der chorale Gesang, gepaart mit einem stampfenden Refrain, ist stets ein Hinhörer und gehört zu den Geheimtipps dieser CD. Die Powerballade „An Awakening“ kann durch seinen A-capella Charme bereits im ersten Hördurchlauf überzeugen. Stilvoller kann man einen Feierabend kaum verbringen. „Metal Daze“ läutet dann die letzte Runde dieses Werkes ein. Diese unterhaltsame „Manowar“-Coverversion zollt Respekt an die „Kings of Metal“ und lässt den geneigten Zuhörer schmunzeln.
Episch verabschiedet sich die Band mit einer Orchester-Version von „The Look inside“. Ein interessantes Outro, das die Stärken dieser CD zusammenfasst und ein Gefühl der Unsterblichkeit erzeugt.












