Rezension: Burried in smoke – Tales from the BermudaBuried in smoke sind 4 Musiker, die sich in Hessen formiert haben, um den Old Schhol Rock neues Leben einzuhauchen und dabei einen eigenen Stil zu kreieren. Sicher keine unbedingt leichte Aufgabe, dennoch hat diese Band das Zeug dazu, die Freunde härterer Klänge auf ihre Seite zu ziehen.

Etwas experimentell klingt der Opener „Satisfy“. Hier kann sich als Fan des 70er Jahre Metal spontan verlieben, dennoch ist die Produktion eher unserer Zeit entsprechend. Klassisch zum Mitsingen und Headbangen ist die Band-Hymne „Buried in smoke“. Ein zeitloses Stück, das insbesondere durch seine Breaks zu überzeugen weiß. Etwas Crossover, etwas Growl, das sind die Merkmale der „War Dogs“. Eine knallharte Ansage an alle Kriegstreiber dieser Welt. Sehr groovig zeigt sich im Anschluss „Agatha“. Die Bridge kann durch das Switchen verschiedener Härtegrade auf Anhieb verzaubern. Old School made in 2017. Die veträumte Ballade „Home“ offenbart die Stärken dieses Quartetts. Die Lyrics wirken ausgereift, während die puristischen Gitarrenklänge die Sehnsucht nach Lagerfeuerromantik schürt. Deutlich härter und schneller präsentiert sich „Trouble Outside“. Hier orientiert man sich an den Pionieren der harten Musik. Irgendwo zwischen „Led Zeppelin“ und „Black Sabbath“ schmieden die sympathischen Hessen ihr ein ganz heißes Eisen, das sich auch live bewähren dürfte. Der Geheimtipp des Albums ist wohl zweifelsohne „Classic“. Südstaaten-Romantik trifft hier auf knalligen Rock, eine interessante Mischung, die man nicht allzu oft geboten wird. „Want you mine“ hätte auch auf dem Film-Soundtrack zu „Django unchained“ veröffentlicht werden können. Ein solch ungewöhnliches Rockstück, das durch seine Wild-West Attitüde punktet, bekommt man nicht tagtäglich serviert. Ein echter Knaller zu später Stunde ist „You live and let die“. Das Tempo ist beeindruckend und auch dieser Track unverkennbar den „Buried in smoke“-Stempel. Besinnlich und akustisch geht die CD mit „Tomorrow will come“ ihrem Ende entgehen. Ein genialer Abschluss eines wirklich beeindruckenden Debüt-Albums.

Fazit: Neu und spielfreudig präsentieren sich Buried in smoke auf ihrem Album. Inspiriert von den Gründungsvätern des Hard-Rocks erschaffen die Jungs ihre ganz eigene Interpretation von harter Rockmusik. Ein gelungenes Experiment, das man sich nicht entgehen lassen sollte.