Ralf Jesek, der Anfang der 1990er Jahre zusammen mit Dirk Lacomy In My Rosary gegründet hat, sollte jedem ein Begriff sein. Etablierte sich die Band während der letzten 16 Jahre zu einer festen Größe und erlangte auch international großes Ansehen.
Seit dem letzten In My Rosary Album sind inzwischen 2 Jahre vergangen. Zeit also, sich einem Soloprojekt zu widmen. Stand In My Rosary noch ganz im Zeichen des Dark Waves und 1980er Jahre New Wave, beginnt „Mary´s Comic“ ungewohnt Minimalelektronisch. Die Stimme Ralf Jesek´s ist natürlich unverkennbar und das, was er musikalisch hervorgebracht hat, ist Elektro pur.
Sei es im Opener „This Is“ oder im clubtauglichen Up-Tempo Stück „Pernille“. Abwechselnd zwischen deutschen und englischen Texten wird man sofort von der Anziehungskraft des Albums in selbiges hineingesogen. Mit melancholischen Anleihen, die sich immer wieder mal mit flotten Ausreißern die Klinke in die Hand geben, hat Ralf Jesek hier während seiner Urlaubsaufenthalte sein komplettes musikalisches Können hineingesteckt. Jeder Song steht für sich und ist kompromisslos genial. Schwachpunkte gibt es keine. Der Einsatz von E-Gitarren, die dezent im Hintergrund mitlaufen und dem Schwerpunkt des Elektros den Rücken freihalten, macht das komplette Album extrem tanzbar. Hier zahlen sich mindestens 16 Jahre Musikerfahrung aus.
Neben den 12 reguläern Songs, gibt es noch 3 Zugaben in Form von Archivmaterial. Zum einen wäre das „French Hotel Rooms“ und zum anderen „Like Home“ vom 1987er Demotape, was 1993 abermals aufgenommen wurde. „I´m a lie“ wiederum ist ein Heimdemo aus dem Jahr 1994 und bildet einen fantastischen Abschluss eines wirklich sehr starken Soloprojektes.
Autor: Eniz












