Das zweite Album der Improvisations Band Unknown Instructors zieht eine beträchtliche Geschichte nach sich. Nach „The Way Things Work“, das 2005 erschienen ist, erschien bereits im März das aktuelle Album „The Master´s Voice“.

Achtung: Geschichtsunterricht. Finger aus der Chipsschüssel und aufpassen!
Fangen wir mal ganz von vorne an. Es war einmal…

…ein Mann, der hieß Joe Baiza. Und der spielte 1980 in der Band Saccarine Trust Gitarre. Kurt Cobain führte in einem seiner Tagebucheinträge das Debutalbum dieser Band als eines seiner Top 50 Alben an. Und dann gab es Ende der 70er eine Punkband, die nannte sich Black Flag. Der Kopf dieser Band gründete ein Label, d as er SST nannte. Dieses Label mauserte sich mit der Zeit zum angesagtesten Underground Label. Im Verlauf der 80er Jahre waren Bands wie Sonic Youth, Hüsker Dü, Minutemen und fIREHOSE bei diesem Label unter Vertrag. SST wuchs zum führenden Indie-Label der USA auf und gilt heutzutage als legendär. So boten sie Bands wie Soundgarden und Dinosaur Jr. den Nährboden. 1991 wurde das Label in den Ruin getrieben aufgrund – wie sollte es auch anders sein – Geld; vorrausgegangen war ein Urheberrechtsstreit.
Und dann gab es einen Mann, der hieß Jack Brewer und sang bei Saccarine Trust.

Alles klar?

Dann gab es einen Mann, der hieß Mike Watt. Und der spielte bei Minutemen Bass und sang.
Und einen anderen, der spielte bei fIREHOSE Schlagzeug und hieß George Hurley.

Und dann verging eine lange Zeit. 2005 veröffentlichen diese oben genannten Männer eine CD, die sich da nannte: „The Way Things Work“, was eine Sensation war, weil diese drei Männer in Bands gespielt haben, was bei den heutzutage sehr bekannten Nu-Metal, Metal, Alternative Bands als Referenz angegeben wurde. Henry Rollins lobte die Band in den Himmel, Eine Super-Band, die ihre Wurzeln so tief in den Boden geschlagen haben, dass sie heute als unverwüstlich gelten.

Die Urväter dieser Bands vereinigten sich zu den Unknown Instructors und bieten auf ihren zweiten Album improvisierten Rock, Jazz und Pop. Das wird nicht jedermanns Geschmack sein, aber so hört man, woher die heute hochgelobten Alternative Bands ihre Inspirationen herhaben. So zeigt sich das Album in einer fast nicht zu erreichbaren Hülle und Fülle an Stilrichtungen. Mal straight rockig, mal psychodelisch.

Für Fans der hier aufgelisteten Bands mit Sicherheit interessant.

Autor: Eniz

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