Primordial-Walpurgisschlacht_2016-05Am Freitag, dem 29. April, lag Losheim am See fest in der Hand des Walpurgisschlacht Festivals 2016. Das Wetter verhieß für das Wochenende nichts Gutes, doch die Besucher trotzten der Kälte schon allein deshalb, weil sich Death-Metal-Größen wie Primordial oder die Ur-Metaler Helloween angekündigt haben.

Mit Verzögerung beim Einlass ging es dann auch schon los. 15 Minuten Zeitfenster war leider etwas zu knapp bemessen. Die erste Band des Tages spielte sich schon warm, während die meisten sich noch Bändchen holten.

Ketzer-Walpurgisschlacht_2016-04KETZER zeigten, dass in Bergisch-Gladbach nicht nur blonde Models in die Welt gesetzt werden, sondern auch ordentlich gerockt wird. Mit Thrash-Metal und Death Metal versuchten sie dem Publikum die Kälte aus den Gliedern zu treiben. Als erste Band auf einem Festival hat man es wirklich schwer – aber die Jungs gaben ihr Bestes und das Publikum ging zaghaft mit. Durch späten Einlass verloren sich die paar dutzend Besucher auf dem Gelände.

 

Skelfir-Walpurgisschlacht_2016-08Danach ging es mit SKELFIR musikalisch in den Westerwald. Die Viking-Death Metal Band entführen ihr Publikum nicht nur in die nordische Mythologie, sondern auch in die Sagenwelt des Westerwaldes. Um den Namen Walpurgisschlacht alle Ehre zu machen, teilten sie das Publikum in zwei Lager und warfen gefährliche Waffen in Form von aufblasbaren Schwertern und Morgensternen in die Menge. Wohlwollend wurde das anschließende Massaker aus sicherer Entfernung beobachtet. Die Waffen waren ein Spaß für alle im Alter von 12 – 45 und es wurde gekämpft bis die Luft raus war.

Pussy_Sisster-Walpurgisschlacht_2016-08PUSSY SISSTER – Der Name an sich erzeugt ein wenig Augenverdrehen und hintergründig philosophisch angehauchte Diskussionen, doch dahinter verbringt tatsächlich solider gutgemachte Rockmusik. Die Pussies zeigten eine tolle Performance und brachten das Publikum zum Mitsingen und in Wallung. Der Schlagzeuger überzeugte noch durch Soli und Play-Alongs zu The Prodigy, The Prince of Bel-Air und Insomnia.

 

Gernotshagen-Walpurgisschlacht_2016-12Als Kontrastprogramm zu den Pussies gab es mit GERNOTSHAGEN Pagan-Metal aus Thüringen. Melodisch mystisch mit Keyboard, aber positiv überraschend gitarrensoundlastig mit viel Drive. Eine gute Mischung aus kreischenden Black Metal und eher sphärischer Folklore, die ersten Rufe nach Zugabe des Tages wurde erhört und die Band spielte zum Abschluss „Dem Skirnir zu Ehren“.

 

Finsterforst-Walpurgisschlacht_2016-15FINSTERFORST ist eine Folk-Metal-Band aus dem finsteren Forst namens Schwarzwald. Melodische und treibende Lieder führten zu den ersten Circle Pits im Publikum. “Zeit für Hass“ blieb nicht und mit „Mach Dich frei“ beendeten Finsterforst ihr kleines Festivalfest.

 

 

Eisregen-Walpurgisschlacht_2016-07Der Name der nächsten Band war zum Glück nicht Programm: EISREGEN. Es blieb auch weiterhin einigermaßen trocken auf der Walpurgisschlacht.

Die Pressekollegen freuten sich schon auf Eisregen und sangen schon die ganze Zeit die lyrischen Verse vor sich hin:  „Mein ganzer Körper atmet Krieg! Blut kocht im Takt zur Marschmusik!“. Die Freude war natürlich groß, als der Opener tatsächlich „Marschmusik“ vom aktuellen gleichnamigen Album war.  Mit „Scharlachrotes Kleid“ ging es dann in die Vergangenheit der Bandgeschichte. Zu „Blutkreis“ wurde das Publikum zum guten alten Headbanging animiert. Das Publikum ließ sich das nicht zweimal sagen und schüttelte daraufhin die Haare bis die Läuse kotzten. Mit „Panzerschokolade“ beweisen Eisregen wieder ihren speziellen Humor und die Menge tanzte zur Polka-Musik.

Obwohl es vor der Bühne nicht so voll war wie man bei der ersten bekannteren Band annehmen könnte, war es aber so gut gefüllt, dass sich die ersten Crowdsurfer des Tages in die Menge trauten. Als Zugabe gabs dann noch „Fleischbrand“, zur allgemeinen Freude.

Primordial-Walpurgisschlacht_2016-16Death-Metal aus Irland gab es dann mit PRIMORDIAL. Das Publikum dünnte nach Eisregen etwas aus, allerdings völlig unverdient. Die Stimmung war gut, das Publikum ging mit, aber die vereinzelten Zugaberufe zum Schluss blieben leider ungehört, so dass sich alle auf den Headliner des Abends vorbereiten konnten.

 

 

Helloween-Walpurgisschlacht_2016-12Guten deutschen Metal auf der Bühne gab es zum Abschluss der Walpurgisschlacht von HELLOWEEN. Die Band gabs schon als noch so mancher der Festivalbesucher noch gar nicht auf der Welt war. Die Altmeister konnten aber jung und alt begeistern. Auf einmal war vor der Bühne alles proppenvoll. Vom ersten Lied an („Eagle Fly Free“) sangen die Fans kräftig mit und feierten ausgelassen.

 

Alles in allem war es ein gelungener Tag mit abwechslungsreicher Musik.