Seit einigen Monaten habe ich mich auf dieses Konzert gefreut und vorbereitet. Mumford & Sons sind auf Tour und am 08.11.25 sollte ich endlich die Möglichkeit bekommen sie ein mal live zu sehen.
Also in Ruhe abends mit der Metro zur Royal Arena gefahren, dann erst mal Merch kaufen, anstellen, Security. Das Übliche eben. Dann eine kleine Enttäuschung. Die Vorband durften nicht fotografiert werden. Im Vorfeld wusste ich bereits, dass der Hauptact nur Mischpult aus fotografiert werden durfte. Naja, der der die Musik spielt bestimmt. Oder wie man das eben nennt.
Pünktlich gegen 19:00 kam die erste Vorband The Barr Brothers auf die Bühne. Es gab soliden Stadionrock. Hier in Dänemark könnte man das durchaus als hyggeligt bezeichnen. Direkt zum Anfang, witzelte der Frontmann Brad Barr, dass sie vor dem dänischen Publikum gewarnt wurde. Er meinte, sie seien die besten Fans, die es gibt. Ob er das wohl überall sagt, wo die Band spielt?
Die Halle füllte sich erst langsam und ganz in Ruhe schoben sich die Fans durch die Eingänge in den Innenraum bzw. auf die fast ausverkauften Ränge.
Direkt darauf kamen The Vaccines. Bei der englischen indieband wehte dann ein ganz anderer Wind. Es ging meist schnell zu Werke wie eher beim Punkrock und direkt als einen der ersten Songs feuerten sie den Megahit Post Break-Up Sex raus. Der Saal tobte vor Freude und die Stimmung kochte. Jetzt wurde es auch etwas wärmer in der Anfangs recht kühlen Arena. Auch dieses Konzert war eher kurz und es folgte eine weitere Pause zum Shoppen, Pippigehen oder Quatschten.
Es fühlte sich anders an als neulich bei Bob Dylan, denn heute waren Handys wieder erlaubt. Es schien, dass sich die meisten Gäste wieder in ihre Telefone verkrochen anstatt die Stimmung zu genießen. Naja, so ist das eben heutzutage.
Nach einer weiteren Pause kam endlich die Hautband Mumford & Sons auf die Bühne. Sie legten ab den ersten Takten mit Vollgas los. Für uns Fotografen gab es leider nur Plätze am Mischerturm und wie die Erdmännchen versuchten wir uns einen Platz auf dem Zaun für die ersten drei Songs zu ergattern. Spassig aber wenig zufriedenstellend. Am Anfang habe ich mich gewundert warum wir nicht in den Bühnengraben durften. Es stellte sich aber später heraus, dass die Band ferngesteuerte Kameras hatte, die das Konzerterlebnis mit einer Großleinwand zu eine wirklich tollen Erlebnis machten.
Die ersten drei Songs Run Together, Babel und Rubber Band Man waren echt ein Erlebnis. Zu meinem Ärgernis mussten wir bei dem Banger Little Lion Man leider raus von unserem Standort durch die Katakomben der Arena rennen.
Es gab auf jeden Fall schon mal Banjo bei den Instrumenten. Doch wirklich genial war die Bühne. Es gab wie bei einem Rummelkarussel mehrere beleuchtete riesige Ringe, die immer wieder nach oben und unten gefahren wurden. In diesen waren leuchten Blumen und Herzen. Wirklich genial. Dazu sorgten die Kameras, dass man von überall in der Halle auch Details erkennen konnte. Der Sound war auch genial, was will man mehr?!
Jeps. Nach dem neunten Lied begab sich die Band in die Mitte der Arena (wo wir Fotografen vorher standen) und machte einfach mal mit einem Akustikset weiter. Dort gab es Where It Belongs, Ghosts That We Knew und Where Are You Now. Die Stimmung war weiter großartig. Zwischendurch holte sich die Band einen Dänen auf die Bühne um auf dänisch ein paar lobende Worte an das Publikum zu richten.
Nach 19. Songs gönnten sie sich erst mal eine Pause. Es gab dann Timeshel. Und direkt darauf den Megahit I Will Wait. Hier gab es Banjo und Party ohne Ende. Mit dem letzten Song Conversation With My Son machten sie dann noch etwas Werbung für das kommende sechste Album Prizefighter.
Fazit: Ein wirklich toller Abend mit einem der besten Konzerte meiner Musikliebhaberkarriere. Mumford & Sons lieferten grandiose Stimmung, perfekten Sound und das ganze Gemischt mit moderner Bühnentechnik. Diese überlagerte nicht das Erlebnis sondern machte es einfach perfekt. Von mir gibt es eine absolute Empfehlung die Band mal live zu erleben und ich ich bin gespannt wie ein Flitzebogen auf das neue Album.



































