Mit Gitarrist und Produzent Adam Hansen von der Band Marble Ghosts aus Ottawa, Kanada, konnte ich via E-Mail ein Interview führen. Wir haben über Einflüsse, Erwartungen, Sorgen sowie Instrumente, Songwriting und mehr gesprochen. Das Album „The Greatest Divide“ ist im Mai erschienen und die Review dazu hier zu finden. Den Spotify-Stream dazu finden ihr hier.

Welches Album hatte den größten Einfluss auf dich als Musiker?
„The Poison“ von Bullet for my Valentine. Ich finde, es ist von Anfang bis Ende eine nahezu perfekte Platte. Sie ist stellenweise extrem heavy, enthält aber auch einige tolle Balladen. Die Musikalität und das Songwriting sind erstklassig, und die Produktion ist fantastisch.
Welcher Song kam positiver bei dem Publikum an, als du erwartest hast? Und wieso hattest du diese Erwartung(en)/Befürchtungen?
„False Heroes“ von unserer ersten EP. Wir hatten keine großen Erwartungen oder Befürchtungen, aber es war keine der Singles, die wir ausgewählt haben. Trotzdem ist es derzeit unser meistgestreamter Song auf Spotify. Ich glaube, die Bedeutung des Songs hat bei den Leuten mehr Zuspruch gefunden, als wir erwartet hatten.
Gibt es ein Buch/Film, das/der Einfluss auf eure Texte genommen hat? Wenn ja, welches/welcher und wieso (gerade dieses Werk)?
Ich glaube nicht, dass Bücher oder Filme einen großen Einfluss auf unsere Musik hatten, aber Videospiele inspirieren mich. Ein Beispiel dafür ist unser Song „Osmium“, dessen Hauptriff von der Videospielserie „Doom“ beeinflusst ist.
Wie entstehen eure Songs in der Regel, ausgehend von einem Riff, spielt ihr einfach los und ordnet dann …?
Sie beginnen immer mit einem Riff. Ich habe jede Menge Riffs in der Sprachmemos-App auf meinem Handy. Wenn es an der Zeit ist, runterzukommen und als Band neue Musik zu schreiben, höre ich mir normalerweise die vorhandenen Riffs an, suche mir die besten aus, und dann setzen wir uns zusammen in einen Raum und versuchen, sie zu kompletten Songs auszubauen.
Was für Emotionen wollt ihr beim Publikum auslösen und weshalb?
Musikalisch soll es einfach interessant und eingängig sein. Unser Sound soll nicht in eine Schublade passen. Die Musik von Marble Ghosts bietet viele verschiedene Emotionen. Mal sind es sehr harte Songs, mal eher experimentelle. Unsere Musik kennt keine Grenzen. Was die Texte angeht, schreibt Dylan fast alle selbst, und ich weiß, dass sein Hauptaugenmerk darauf liegt, die Leute zum Nachdenken anzuregen und zu motivieren.
Welches Instrumentarium habt ihr bei euren Aufnahmen zum aktuellen Album genutzt und wieso fiel die Wahl genau darauf?
Auf unseren ersten beiden EPs waren es so ziemlich die Standardbesetzungen aus Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang mit gelegentlichen Synthesizern, die ich programmierte, bevor ich die Tracks zum Mischen schickte. Unser Ziel war es immer, Aufnahmen zu machen, die wir tatsächlich live spielen konnten, ohne Backtracks zu benötigen oder nach einem Klick zu spielen. Wir spielen 7-saitige Gitarren und 5-saitige Bässe in Drop-A-Stimmung. Alle Gitarren auf unseren EPs waren von Ernie Ball Music Man, aber auf dieser nächsten Veröffentlichung werdet ihr meine neue Charbonneau hören, ein lokaler kanadischer Gitarrenhersteller, den ich jetzt wirklich gerne spiele. Ich verwende Neural-DSP-Plugins für meine Gitarrensounds im Studio (live verwende ich jedoch einen Line 6 Helix). Das Schlagzeug wurde live bei Hillside Audio in Cumberland aufgenommen und der Gesang wurde mit einem SM7b in Dylans Keller aufgenommen. Wir verwenden keine wirklich ausgefallenen Aufnahmetechniken; was ihr hört, ist alles praktisch live.
Band Line Up (EP)
Dylan Gunnell – Lead Vocals and Lyrics
Adam Hansen – Guitar
Paul R. Champagne – Bass
Jer Renaud – Drums
Band Line Up (Live)
Dylan Gunnell – Lead Vocals
Adam Hansen – Guitar and Backing Vocals
Paulo Ferraz – Bass
Jer Renaud – Drums














