Das vierte Album der drei Jungs von Zadok, die Gerüchten zufolge bereits seit 1995 ihr Unwesen im Heavy-Metal meets Neue Deutsche Härte Genre treiben, hört auf den kurzen und knackigen Namen „Deine Welt„. Und mit eben selbem Titel beginnt auch die Reise in die düster-rockige Welt der Musiker aus Stendal.
Der kraftvolle Opener überzeugt mit fetten Gitarren und einer treibenden Melodie, die nicht nur dem Gehörgang schmeichelt, sondern direkt zum freudigen Mitwippen animiert.
Die rauhe Stimme von Frontman Andreas Pohlmann fügt sich dabei gut in das musikalische Bild ein, kann allerdings nicht durch nennenswerte Individualität und einem daraus resultierenden hohen Wiedererkennungswert bestechen. Irgendwie verliert man auch im weiteren Verlauf des Albums nicht das lästige Gefühl genau diese Stimme schon viel zu oft irgendwo anders gehört zu haben. Da hilft es auch wenig, dass sich der Frontmann stimmlich betont facettenreich präsentiert und von aggressiv bis clean gesungen stets sein Bestes gibt.
Ähnlich problematisch erweist sich „Deine Welt“ spätestens nach dem vierten von insgesamt elf Songs auch unter rein musikalischem Aspekt betrachtet. Denn nach einem wirklich guten Start, der richtig neugierig auf die folgenden Nummern gemacht hatte, scheint der anfängliche Enthusiasmus der Musiker zu stagnieren und die einzelnen Lieder verlieren sich irgendwo zwischen ganz nett und gefährlich belanglos. Das ist schade, denn die Jungs von Zadok beherrschen durchaus ihr Handwerk und es wäre völlig falsch das Ergebnis als misslungen zu titulieren.
Doch ein mittelprächtiges Album, ohne erkennbare Ecken und Kanten, dürfte bei weitem nicht genügen, um sich einen sicheren Platz in einer Nische, die seit Jahren von Szenegrößen erfolgreich verteidigt wird, zu ergattern. Bleibt zu hoffen, dass Zadok in Zukunft auf zweifelsfrei vorhandenem Potential aufbauen, ein wenig am Songwriting feilen und insgesamt ein wenig experimenteller werden. Denn Luft nach oben zu haben, kann ja durchaus auch ein Anreiz sein, es beim nächsten mal einfach besser zu machen.
Anerkennend muss man noch hinzufügen, dass das Album in Eigenregie und ohne Unterstützung eines Labels produziert worden ist. Ordern, oder sich einfach einen eigenen Eindruck verschaffen, kann man sich dehalb entweder auf der offiziellen Homepage, oder aber auf der myspace Präsenz von Zadok.












