Die Gebrüder Chris und Matt Moribund aus Death Valley haben ein eigenartiges Hobby: in erster Linie sind sie Musiker und in zweiter Hinsicht eingefleischte B-Movie und Horrorfilm-Fans. Ihr Album „Your Funeral, My Smile“ ist ein Punk/Rock Album. Aber kein gewöhnliches, betiteln sie ihren Stil als Ghoulrock / Horrorpunk.
Allein der Titel des Albums ist schon sehr böse, aber im Grunde genommen machen sie den Batcave etwas schneller und rockiger. Eingestreut mit allerlei Samples von Bela Lugosi über Boris Karloff bis Vincent Price zollen sie diesen Urvätern des Horrors der 20er bis 50er Jahre ihren Tribut. Die prangen im Hintergrund auch auf dem Cover.
Die Thematik des Album dreht sich nur um ein Thema: Vampire, Monster Tod und Teufel. Nun mag man meinen, dass die beiden richtig düstere Musik machen, aber dem ist nicht so. Ist das Thema schon sehr morbide, so kommt die Musik, die sehr stark an die Ramones erinnert, doch sehr partymäßig herüber. Die Samples aus diversen Filmen tun ihr übriges, um diese Atmosphäre weiter auszubauen. In typischer Punk-Manier kommt auch keiner der insgesamt 13 Songs über 4:00 Spielzeit, so dass der Hörgenuss sehr schnell vorbei ist. Das Album ist auch Anhieb sofort sympathisch und die Songs gehen direkt ins Ohr. Neologismen wie „Gothabilly“ ist nur ein Attribut, mit dem man das Album beschreiben könnte.
Das Moribund Thirteen A. D. durchgedreht sind, merkt man unter anderem auch daran, dass Markus „ZIMBL“ Zimmer, der verstorbene The Bates Sänger postmortem noch einen Gastauftritt bei „She Said Destroy“ noch einmal zu Wort kommt und somit die Idee der beiden Brüder perfektioniert wird.
Ein insgesammt sehr überraschendes Album, was man sich mal angehört haben muss, weil es einfach Spaß macht.
Autor: Eniz












