Bereits vor einigen Wochen haben Who Is Louis ihr gleichnamiges Debutalbum veröffentlicht. Nachdem ich bereits vor 2 Jahren über ihre EP Alive berichten durfte, war ich bei Veröffentlichung des ersten Langspielers schon sehr gespannt.
Artwork: Für uns gab es eine edle LP Version. Alleine die ist ein Kunstwerk für sich. Das Cover wird von der Frontfrau Greta Louise Schenk mit spannender Gesichtsbemalung (inklusive Glitter) geziert. Auf der Hülle der Platte sind die Songtexte abgedruckt.
Musik: Der Opener „Sun And Moon“ beginnt sehr ruhig und beinahe etwas zu langweilig stimmt er uns auf die anderen, gar nicht langweiligen, Titel der Platte ein. Titel 2 „Fancy Me“ ist die erste Singleauskopplung und hier geht es auf dem Album so richtig los. Das Lied besticht durch einen schnellen tanzbaren Rhythmus, dazu gesellen sich Keyboardsounds im Stile der 80er. Über allem thront jedoch stets der poppige Gesang der Frontfrau Greta. Das Lied ist der perfekte Soundtrack für den Sommer und die Tanzflächen/Festivals. „Lipstick“ ist dann etwas langsamer, der Text ist herrlich zweideutig und der Gesang kommt wunderbar sexy aus den Lautsprechern. Spannend wird es auch beim 5. Lied „Knives“. Hier ertönen sphärische Klänge und ich werde dadurch sehr an den Sound der norwegischen Künstlerin Susanne Sundfør erinnert. Insgesamt ist das Lied poppig, spannend und eigensinnig. Mein absoluter Anspieltipp der Platte ist „You You“. Hier denke ich gerne an den Sound der 80er mit Bands wie Depeche Mode und Duran Duran. Greta präsentiert uns eine Mischung aus Sprechgesang und melodischen Passagen. Dazu wechselt die Sprache zwischen Englisch und Französisch. Ausgefallen bleibt es auch bei „Fears And Visions“. Zunächst beginnt das Lieder langsam und schleppend, bevor fast aggressive, schnelle Synthesizerklänge losbrechen und das Tempo immer mal angezogen wird. Das Album endet mit „Sink“, hier wechselt sich einsamer Sologesang mit sphärischen Passagen, bestehend aus elektronischen Klängen und Gesang, ab. Wie beim ersten Titel wird hier das wilde Element der Band gezügelt und wie aus einer angenehmen Meditation wache ich langsam auf, bevor es in den Alltag zurückgeht.
Fazit: Nach der EP Alive gab es nun endlich das selbstbetitelte Debutalbum der jungen Band Who Is Louis aus Århus. Die Hörer bekommen hier ein spannendes Synthiepopalbum mit „klassischen“ Elementen aus 80er Jahre Synthie Pop und spannenden Indie-Einflüssen der heutigen Zeit geboten.












