Schandmaul aus München – Das sind 12 Jahre Bandgeschichte, Top Ten – Platzierungen, wochenlange Chartreservierungen (z.B. 15 Wochen mit dem letzten Studioalbum „Anderswelt“), ausverkaufte Tourneen, über eine halbe Million verkaufte Bild- und Tonträger, sowie ein einzigartiges Jubiläumsspektakel vor vielen Tausend Zuschauern im Münchner Zenith 2008.
Nun meldet sich dieses Phänomen der deutschen Folk-Rock-Szene, nach eineinhalb Jahren Pause endlich mit dem lang ersehnten 7. Studioalbum „Traumtänzer“ zurück. Eine Verschnaufpause, die sich die Musiker nach 11 Jahren intensiven Tourens allemale verdient hatten, zudem sie diese, wie der neue Silberling bereits mit seinem gleichnamigen ersten Track „Traumtänzer“ verdeutlicht, bestens genutzt haben, um neue Ideen erfolgreich in Wort und Klang umzusetzen.
Insgesamt 14 neue Geschichten präsentieren die Schandmäuler in altbekanntem Stil, wenn auch teilweise etwas rauher und erdiger interpretiert, als man es von den Münchenern vielleicht bislang gewohnt war. Ein Stilmittel, welches man Sänger Thomas zu Folge ganz bewusst gewählt hat, um den Studiosound einem klassischen Schandmaul-Live-Erlebnis möglichst nahe zu bringen. Denn, und dies weiss jeder zu bestätigen, der die Band bereits live erleben durfte, ihren wirklichen Zauber entfalten die Schandmaulhymen natürlich erst wenn sie auf der grossen Bühne dargeboten werden.
Nichtsdestotrotz weiss natürlich auch das siebte Album der sechs Münchener im heimischen Wohnzimmer gespielt auf ganzer Linie zu überzeugen. Ein buntes Potpourris an Songs bietet für jede Stimmung den richtigen Soundtrack. Auf eine osteuropäische Polka folgt eine poppige Folk Nummer und auch die rührende Herzschmerzballade sucht man natürlich nicht vergebens. Während die fröhlich, beschwingten Melodien schnell ins Ohr gehen und zum feiern und mitsingen einladen, verführen die ruhigen Momente ganz wunderbar zum kuscheln und träumen.
Dass sich Schandmaul in Bezug auf Instrumentierung ähnlich abwechslungreich präsentieren ist schon lange kein Geheimnis mehr und überrascht deshalb natürlich nicht wirklich. So finden neben E-Gitarren, Leier, Dudelsack und den üblichen klassischen Instrumenten auf Traumtänzer auch spanische Gitarren und mexikanische Trompeten Gehör.
Alles in allem ist „Traumtänzer“ ein rundum gelungenes Album geworden, das sowohl für Schandmaul-Anhänger als auch für Neulinge absolut empfehlenswert ist. Wir dürfen uns jetzt schonmal auf die „Traumtänzer„-Tour 2011 freuen!












