Killswitch Engage gehören ohne Zweifel zu den Wegbereitern des Metalcores. Keine andere Band hat einen solch kometenhaften Aufstieg hinter sich. Ihre vergangenen Alben gelten als Referenzwerke im Bereich des harten Metals. Kein Zweifel, die Jungs haben es einfach geschafft. 4 Jahre nach ihrem letzten Werk präsentieren sieh Killswitch Engage nun mit Disarm the Descent und ihren neuen, alten Sänger Jesse und beweisen, dass sie nichts verlernt haben.
„The hell in me“ hat alles, was eine Killswitch Engage Hymne braucht. Harte Gitarren, Double Bass und natürlich einen Refrain, den man nur allzu gern mit schreien will. Besser geht es nun wirklich nicht. Ein kleines Juwel gleich am Anfang, so beginnen die guten CDs. „Beyond the flames“ ist eher unauffällig, aber ein nettes Kleinod, das durchaus hörenswert ist, allerdings nicht so faszinierend wie „The new awakening“. Das Ist wirklich pure Kraft, die aus den Lautsprecherboxen geschossen kommt.
Jesse’s Stimme kommt satt und voller Wut daher, die Gitarren sind düster und die Double-Bass macht das Metalcore-Feeling perfekt. Sehr gute Arbeit, Jungs. „In due times“ hat wieder das Killswitch Engage Gefühl. Leicht und schwebend und trotzdem hart und kompromisslos. Dieser Song ist die ultimative Tanzaufforderung aus dem Hause der Amerikaner. Das Gitarrensolo wird den Zuhörer bis in seine Träume verfolgen. „A tribute to the fallen“ und „Turning point“ zeigen dem geneigten Fan die volle Kraft, die Killswitch Engage entwickeln können. Ein hypnotischer Refrain unterlegt mit ultraharten Gitarren lässt keinen Zweifel daran, dass die Jungs definitiv im Metal Himmel angekommen sind.
„All we have“ und „You don’t bleed for me“ sind die Nackenbrecher des Albums. Hart und direkt in den Magen treffen diese zwei Metalcore Hymnen. Härter hat man Killswitch noch nie gehört. „The call“ macht genau dort weiter, wo Killswitch im Jahre 2009 stehen geblieben sind. Eine Weiterentwicklung ohne Frage bieten uns die Amerikaner, noch härter, noch kompromissloser. „ The call“ sollte in Zukunft für einige Mosh-Pits sorgen. „No end in sight“ beginnt eher ruhig, eher Jesse das Kommando zum absoluten Durchdrehen gibt. Ab diesen Punkt gibt es kein Halten mehr und alle Headbanger kommen zweifelsohne auf ihre Kosten. „Allways“ ist die Ballade des Albums, eine kleine Verschnaufpause, die auch dringend nötig ist. Ein schöner, romantischer Song, ungewohnt, aber trotzdem gut. „Time will not remain“entlässt uns wieder in die harte, kalte Realität, jedoch nur um nochmal richtig Gas zu geben. Jesse samt Band in Hochform. Ein wahrer Brecher, den man immer wieder gern hört. Da freut man sich auf die kommenden Konzerte.
Fazit: Killswitch Engage sind wieder zurück. Härter und kompromissloser als jemals zuvor. Moderner Metalcore und frische Ideen präsentieren uns die Jungs auf „Disarm the Descent“. Eine wirklich geniale Mischung. Als Anspieltipp sei euch „ The hell in me“ ans Herz gelegt.
















