Wenn einer Doom-Metal-Frontfrau die Klänge der eigenen Band nicht düster (oder depressiv?) genug sind, dann kommt dabei ein Projekt heraus wie “Aythis“: Schwer, melancholisch und irgendwie hypnotisierend muten die Klänge der französischen Band an.

Caroline Van Roos, Gründungsmitglied von den Metalbands „Lethian Dreams“ und „Remembrance“ hat mit „Aythis“ den Schritt weg von metallischen Gitarren und harten Rhythmen gewagt. Mit „Glacia“ veröffentlicht sie das zweite Studio-Album ihres Neoklassik-Projekts. Beim französischen Label „Prikosnovénie“ ist die Sängerin gut aufgehoben: Hier sind auch namenhafte Künstler des Genres, wie „Corde Oblique“ zuhause.

„Glacia“ hat alles, was man von einem Neoklassik-Album erwartet: Tiefe Bässe, exstatische Trommeln und schwermütigen, oft mehrstimmigen Gesang. Die Melodie wird meist von langezogenen Synthie- oder Streichertönen getragen. Insgesamt sind zahlreiche klassischen Orchesterelemente in die Musik verwoben. Das gibt den Liedern Tiefe und lässt sie auf gewisse Weise prunkvoll wirken.

Prikosnovénie preist die Musik seiner Künstler gerne als „Heavenly Voices“ an, so auch Aythis. Von der Band sollte man aber keine Feenmelodien oder Elfengesänge erwarten: Die traurigen Weisen die Caroline Van Roos vorträgt könnten höchstens von abgebrühten Dunkelelfen stammen. Das tut der Qualität der Musik allerdings keinen Abbruch: „Glacia“ ist ein tiefbewegenden und intimes Album was allerdings nicht unbedingt positive Emotionen weckt.
Bei Amazon gibt es das Album derzeit noch nicht zu kaufen. Wer Band und Label unterstützen will, kauft es aber sowieso besser direkt beim Prikosnovénie-Shop.

Autor: Sylvia

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