The Claymore sind eine traditionelle Metal-Band mit allem, was dazugehört: Klischeehafte Texte (“Slaine the almighty”), ausgefeilte Gitarrenriffe, und ein Cover, das schon die Musikrichtung vermuten lässt: Ja, bei The Claymore haben wir es mit melodischem Speed Metal und Powermetal zu tun.
Direkt der Opener “The angels assassination” geht gut ins Ohr. Ein toller, eingängiger Refrain, ein interessantes Gitarrensolo und ein klarer Gesang sorgen für eine absolute Metal-Hymne. Der Refrain besticht durch einen mehrstimmigen Gesang und einen hohen Mitsingfaktor.
“Slaine the almighty” bietet harte Rhythmusgitarren und dürfte für Gitarrenfans ein absoluter Leckerbissen sein. Fette Riffs dienen hier als Bridge, der ganze Gitarrensound ist extrem ausgefeilt.
Überhaupt sind die Doublebass von Drummer Hardy Kölzer und die tollen Gitarren-Riffe von Kai Schwittek und Sebastian Busacker das charakteristische am The Claymore Sound.
Diese Merkmale ziehen sich durch das gesamte Album.
“Borderline” ist wiederum sehr eingängig und hat ein charakteristisches Riff und ein schönes Gitarrensolo. Die Band selber bezeichnet den Song als den progressivstem auf “Sygn”. Mehrere Gesangsschichten und die Melodie erinnern stellenweise auch an Dream Theater. Dank einiger Songs von “Sygn” dürften Fans der New Yorker Ausnahmemusiker Gefallen an The Claymore finden. Allerdings erinnern The Claymore eher an die alten Dream Theater CD’s inklusive “Awake”.
Dass The Claymore im Bereich Metal sehr facettenreich sind, beweisen sie mit “Eternal glory”. Dieses Stück ist neu arrangiert worden und eine Hommage an die deutschen Genrekollegen von Helloween.
Überzeugend ist auch die Produktion dieser Scheibe. The Claymore können es mit ein bißchen Glück bis ganz nach oben schaffen. Ein erster Anfang ist gemacht: Im Oktober 2008 waren sie mit dem Song “Soulseeker”auf der Dynamite Compilation des Rock Hard vertreten. Für mich ist “Soulseeker” einer der besten Songs von “Sygn” mit einem super Riff, tollen Verses und hartem Refrain; eine absolute Hymne, ein Leckerbissen für alle Metal-Fans!
Weiterhin spielte die Band 2008 auf dem Rock Hard Festival. The Claymore sind daruf und dran, sich zu einer festen Größe im deutschen Metal zu entwickeln.
Zweifelsohne hat die Band ihren eigenen Stil: Das melodiöse Gitarrenspiel von Kai Schwittek und Sebastian Busacker, unterlegt vom Rhythmus von Hardy Kölzer und Christian Köhle, wird durch den ausdrucksstarken Gesang von Andreas Grundmann vervollständigt.
Bemerkenswert ist zudem, dass The Claymore seit 2000 mit der gleichen Besatzung musizieren. Die eingespielten Musiker und die Professionalität merkt man den Songs natürlich an. “Sygn” ist die zweite CD der Castrop-Rauxeler. Die Scheibe wurde in den bandeigenen “Sounds of Steel” Studios aufgenommen und produziert.
Autor: Katrin












