Auf dem Album „Djinn – le Mystère des Chats“ beschäftigt sich die australische Künstlerin Louisa John-Krol mit dem Mysterium der Katzen. Auf Ihrer neusten CD hat sie, inspiriert von ihren eigenen Stubentigern „Djinn“ und „Dulcinea“, verschiedenste Legenden und Mythen um das elegante Tier zusammengetragen und musikalisch untermalt. Talent zum Geschichten erzählen liegt der Australierin im Blut: Bereits ihr walisischer Vater war ein Spezialist für keltische Märchen und Sagen.
„Djinn – le Mystère des Chats“ ist bereits das 5. Studioalbum der Australierin, die gerne und viel mit anderen Musikern und Bands zusammenarbeitet. So haben auch auf dem neuen Album Künstler wie Dandelion Wine, Theodore Wohng, Samantha Taylor und Keltia mitgewirkt.
„Djinn“ ist ein von sphärischen Klängen durchwebtes Album, welches mystische Elemente und zarte Melodien in sich vereint. Louisa John-Krol und ihr Gatte Mark Krol offenbaren mit Ihrer Musik einen deutlichen Hang zum Kitsch, was teilweise wunderbar passt, zweitweise aber auch übertrieben wirkt. Eins ist jedoch sicher: Die glasklare, hohe und zarte Stimme der Sängerin eignet sich hervorragend für diese Art von Musik, was man zum Beispiel bei „Beyond the sky“ deutlich hört. Auch bei „Yellow Leaves“, „Fai“ und „Colours of Angels“ werden die Herzen der Feenfreunde und Kitschliebhaber hochschlagen: Piano, Streicher und Gesang zaubern hier eingängige Melodien nach dem „Heile Welt“-Muster.
Aber auch beschwingter und abwechslungsreichere Stücke hat das Album zu bieten, wie zum Beispiel „Cauldron of Morning“, bei dem sich Trommelrhythmen mit sphärischen Gesängen abwechseln und so ein stimmiges Ganzes ergeben. Auch „Beautiful Lie“ gehört zu den rhythmischeren Stücken und klingt überraschend poppig. Ebenfalls überraschend klingt der 9. Titel „Tree“ bei dem Louisa John-Krols Stimme fast soulig klingt und das Lied zu einem besonderen Higlight der CD macht.
Titel wie „Aphelion“ hingegen klingen eher mystisch und eindringlich und versprühen so einen ganz besonderen Charme. Noch experimenteller wird es bei „I am the Djinn“, einem Stück bei dem man sich, auf Grund der spannenden Dissonanzen, eher weniger entspannen kann.
Eine nette Abwechslungs sind Stimmungsbilder wie „Temples of the Jaguar“ und „Chant of the Chimney Djinn“. Die Stücke sind unter einer Minute lang, transportieren in diesen wenigen Sekunden aber viele Bilder und Stimmungen. So fühlt man sich zum Beispiel beim 4. Albumtitel in einen Tempel versetzt und kann förmlich die singenden Priesterinnen vor dem inneren Auge sehen.
Ein besonderes Highlight auf dem Album ist der Titel „Two Cats Return Pomegranate to the Underworld“. In zwei Teilen erzählt Louisa John-Krol hier ihre Adaption der Geschichte „Time and the Gods“ von Lord Dunsany. Obwohl alles ganz ruhig beginnt, bekommt ihre Musik bekommt hier eine solche Intensität und Vielfalt, dass es eine Freude ist.
Wahrscheinlich weiß Louia John-Krol selbst nicht, wie viel das Cover Ihres Albums über das Album selbst schon aussagt: Ein Katzenkopf in dunlem lila symbolisiert die Mystik und Kraft die Ihre Musik zum Thema hat, während die pinken Feen sowohl den märchenhaften, aber auch kitschigen Aspekt ihrer Musik repräsentieren. Und wie das Cover ist auch die Musik einerseits sehr schön, andererseits einen Hauch zu kitschig und definitiv Geschmackssache!
Autor: Sylvia












