„Les fragments de la nuit“ sind fünf junge, klassische Musiker aus Frankreich, die laut eigener Aussage Neo-Classic spielen. Seit 2005 gibt es die Band, die mit „Musique de crépescule“ nun ihr erstes Album vorlegt.

Und das hat es in sich: Sowohl traurig-melancholische als auch entspannende Stücke finden Platz auf dieser CD. Insgesamt sechszehn mal entführen die Musiker den Hörer in eine dunkle, aber auch entspannende Welt der modernen Klassik Ob nun „Entre ciel et fer“, welches eher anstrengend und anspruchsvoll klingt oder „Alpha du centaure“, welches für stille Stunden geeignet ist – Fans der modernen Klassik finden auf nur einer CD eine unglaubliche Bandbreite an verschiedenen Sounds. Das Quintett bedient sich ebenso an Violin-Riffen als auch Piano-Soli, z.T. ergänzt durch die engelsähnlichen Gesänge. So kommt “La chambre des fées” nur mit Gesang aus, während “Assault” dank des hektischen Einsatzes aller Instrumente etwas bedrohlich wirkt. Die Songs gehen fast alle direkt ineinander über und bekommen so den Touch eines Soundtracks. Wer also in der kalten Jahreszeit in dunkler Melancholie versinken will, ist bei „Les fragments de la nuit“ richtig. Live sind sie bislang nur in ihrer Heimat Frankreich zu erleben, wo sie auch schon durch Filmmusiken auf sich aufmerksam machten.
„Musique de crépescule“ ist eine nicht alltägliche Veröffentlichung, die aber Beachtung verdient und gut in die Jahreszeit passt.

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