Nachdem Ende 2007 plötzlich die Homepage von L´âme Immortelle offline ging, nur ein letzter Satz stehen blieb, der scheinbar das Ende der Band verkündete und im Orkus eine Todesanzeige geschaltet wurde, ist nun klar: Dahinter verbarg sich die Rückkehr zum alten Plattenlabel Trisol. Am 25. Januar 2008 kam nun endlich das Album „Namenlos“ in die Plattenläden und die Frage die sich viele stellen ist: „Back to the Roots“ – nur das alte Label oder auch der alte Musikstil?

„Namenlos“ ist nicht nur eine Rückkehr zum Label Trisol, sondern tatsächlich auch die Rückkehr zur härteren, elektronischen Gangart. Allerdings sollte niemand erwarten, dass das komplette Album nun mehr rein elektronische Musik beinhaltet. Vielmehr ist es ein gelungener Mix aus elektronischen, Industrialklängen und den gut bekannten rockigen Elementen der letzten Alben. L´âme Immortelle schließen musikalisch wieder an „Dann habe ich umsonst gelebt“ an, erhalten aber ebenso ihr Konzept der letzten beiden Alben „Gezeiten“ und „Auf Deinen Schwingen“.

Die Songs sind mal auf englisch, mal auf deutsch, mal richtig harte, elektronische Beats, wie z.B. „1000 Voices“, mal wunderschöne, eingängige Balladen, wie „Vergessen“. Die Stimme von Sonja Kraushofer ist, wie immer, facettenreich und spielerisch und auch Thomas Rainer macht seine Sache gut und hat sich, meiner Meinung nach, sogar noch gesteigert. Und wie man es von L´âme Immortelle gewohnt ist, kommen natürlich auch die Duetts nicht zu kurz. Die Texte sind eingängig und bleiben schnell im Gedächtnis hängen. Markante Titel wie „Blutrot“ oder „Es tut mir leid“ runden das Gesamtbild ab.

Die Doppel-CD „Namenlos“ ist in 2 Varianten erhältlich. Einmal in ganz normaler Ausführung und einmal als Limited Edition. Die Limited Edition, streng limitiert auf 2000 Stück, kommt in schicker Leinen-Box mit schwarzer Tiefprägung daher. Nach dem Öffnen fällt einem sofort das hochwertige, 28-seitige Booklet in Auge. In diesem sind die beiden CDs, eine am Anfang des Booklets, eine am Ende. Außerdem enthält jede Box ein individuelles, handsigniertes Foto.

„Namenlos“ vereint die Liebhaber der alten, elektronisch härteren Musik, mit denen der neuen Rockigeren. Die Gratwanderung zwischen diesen beiden Stilen ist Thomas Rainer und Sonja Kraushofer zweifellos gelungen.

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