Kaum ein Jahr nach „Ferngesteuert“ war das Leipziger Synthie-Pop Trio wieder sehr aktiv gewesen. Nach diversen Auftritten folgt nun das neue und mittlerweile achte Album „Endlos“.
Es kann nur noch eine Frage der Zeit sein, ehe diese Band den Durchbruch schafft. Konsequente Erwähnungen in diversen einschlägigen Printmagazinen zeugen anscheinend vom Interesse an ihnen. Und das zu Recht: Es wird wieder konsequente, gradlinige Synthie-Pop Musik präsentiert, wie sie bei „Ferngesteuert“ auch schon zu hören war. „Endlos“ ist quasi die logische Weiterführung dessen, womit das letzte Album aufgehört hat.
Es freut den Hörer, dass die ihrem Stil treu geblieben sind, obwohl ich finde dass es sich immer noch zu sehr wie De/Vision anhört. Aber nun denn, auch Illusion of Light werden das Rad nicht neu erfinden können und das wollen sie auch nicht. Aus dem Grund bleibt ihre Musik zwar gut, eingänig und tanzbar jedoch nicht kantig und eckig. Und manchmal wünscht man sich, dass sie doch endlich mal die Zähne zeigen.
Julia Richter, man erkennt sie an den weiblichen Vocals auf der Platte, hat auf „Endlos“ eine prominentere Präsenz als auf dem Vorgängeralbum. Die Stimme passt manchmal nicht ganz zur Musik, ausgerechnet deutlich am Titeltrack „Endlos“ und im Duett bei „I regret“ zu hören. Ihre Stimme ist fragil und klingt mehr wie gewollt, als gekonnt und beißt sich mit der Musik. Der Sing-Sang der normalerweise in einer Gesangsstimme mitklingt ist hier nur rudimentär vorhanden. Ob das nun so beabsichtigt war oder ob man die Distanz zur eigenen Musik verloren hat, weiss ich nicht. In der Hinsicht besteht auf jeden Fall noch Feinschliffbedarf.
Illusion of Light lebt und steht ganz klar von Marco Gahrig´s Gesangorgan. Er überzeugt sowohl in englischen, als auch in deutschen Texten. Besonders „Sternenland“ ist sehr eingänig und ich könnte mir das sogar als Singleauskopplung vorstellen.
Die Musik bleibt während der dreiviertel Stunde fortwährend ruhig und dezent. Es gibt keine Überraschungen in Form eines Gefühlsausbruches. Es ist ein klassisches Synthie-Pop Album und nicht zu aufdringlich aber auch nicht zu dezent. Ein sich im oberen viertel ansiedelndes Mittelmaß.
Autor: Eniz












