Als die Hamburger 1992 an den Reglern schraubten und eine erste Version des Songs „Tanzen“ produzierten, ahne noch niemand, dass durch Portale wie mp3.de und myspace.com eine Verbreitung der eigenen Musik internationale Früchte tragen würde. Grimm sind die heimlichen Stars unter den Hörern von diversen Internetradios und haben mit ihren Demo-Songs bereits eine solide Fangemeinde in ihren Bann gezogen.
15 Jahre nach der ersten Version erscheint letztendlich Ende 2007 das erste Demo Album, was allerdings nicht zum Verkauf, sondern als Promo-CD für diverse Radio- und Musikmagazine gedacht war. Aber längst hatten sich die Songs darauf im Internet wie ein Lauffeuer verbreitet.
Bei Grimm handelt es sich dabei um eine Mischung aus Dark Electro und Industrial. Mit E-Gitarren im Hintergrund, einer durchaus genialen Keyboard Hookline und der markanten Stimme von Jan Sörensen, der durch die Stimme von Carina De Jesus unterstützt wird. Für den nötigen Sound sorgen außerdem noch Andreas Hellmanzik, der die Regler bedient, Marc Bargman, der in die Saiten haut und Richard Stier, der fast unhörbar die Violine malträtiert.
Ich bin über die sehr gute Qualität der Demo-CD überrascht, vielmehr jedoch noch über den flotten und eingänigen Sound, der einerseits das Tanzbein zum Zappeln bringt, andererseits weil er durch Songs wie „Tanzen“ und „Schön“ Wiedererkennungswerte einflechtet.
Die Herren von Caputt steuern einen Remix bei. Die Texte sind teilweise provozierend, was gut zum Sound passt. Alles in allem haben sich Grimm ihre Lorbeeren redlich verdient und ich wünsche mir mehr von dieser Band zu hören.
Reinhören lohnt sich allemal.
Autor: Eniz












