Jahr Nummer 8 und Album Nummer 5: Y-Luk-O sind nicht kleinzukriegen. Nach einer kreativen Pause melden sich die in London gegründeten Deutsch-Amerikaner wieder zurück. Und haben wieder sehr spektakuläre Musik mit im Gepäck. Und wem das ein oder andere Lied bekannt vorkommt, der täuscht nicht.

Y-Luk-O sind eigentich seit jeher dafür bekannt ungewöhnlichen Industrial mit EBM und Gitarren zu verbinden und somit ihre beinahe eigene Musikrichtung zu erschaffen. Experimentierfreudiger wie nie zuvor präsentieren sie sich auf dem neuen Album „Sin(n)“. So wurden Songs von namenhaften Künstlern wie Pink Floyd, INXS und den Rolling Stones neu interpretiert und sie in die Y-Luk-O Form gepresst.

Bei soviel Tatendrang und Kreativität kommt ein recht ungewöhnliches und gewöhnungsbedürftiges Album heraus. Wie immer muss man sich an den Sound des Trio´s gewöhnen und es einmal mehr anhören, um den Zugang zu finden. Hat man ihn erstmal gefunden entfaltet es sich in all seinen Facetten.
Wobei man hinzusagen muss, dass Y-Luk-O sich auf dem neuen Album schon zurückgehalten haben, vergleicht man sie mit den brachialeren Werken aus der Vergangenheit. Ja, sie sind ruhiger aber keineswegs leiser geworden. Weg von der Gitarre, die früher eher im Vordergrund stand, hin zu verschachtelten Soundskulpuren, die ihre Wirkung erst später zeigen.

Man muss sich von diesen Ausnahmekünstlern, die schon immer polarisiert haben, selber ein Bild machen. Sie passten schon seit jeher nicht in den Elektromainstream und werden es mit diesem Album auch nicht tun.

Autor: Eniz

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