Sven Friedrich, besser bekannt als der Sänger von Zeraphine und den ehemaligen Dreadful Shadows, träumte schon immer davon ein rein elektronisches Album aufzunehmen. Das hat er nun getan und wir können uns von seiner Schaffenskunst ab dem 1. Februar überzeugen.

Der Berliner deckte hierfür so ziemlich jede elektronische Nische ab. Sei es Synth-Pop, EBM oder gar Industrial. Den Anfang macht „Hiding Memories From The Sun“, was ein klassischer Opener ist, der sofort und ohne Umwege direkt ins Ohr geht und sich da auch festkrallt. „Stigmata Rain“ ist einer Mischung aus melodiösem Synth-Pop, der abrupt in eine Art Mini-Industrial Gewitter wechselt. Überzeugen tut auch „(You Think You´re) Radical“, was die ansich melancholische Grundstimmung Zeraphine´s in elektronische transponiert. Dabei bildet Solar Fake keineswegs eine elektronische Version von Zeraphine, sondern kann als eigenständiges Projekt betrachtet werden.

Was überraschend auffällt: Das Album ist extremst abwechslungsreich. Kein Song hört sich wie das andere an und jeder hat seine eigenen Akzente. „The Shield“ geht in Richtung Covenant, wobei sich Sven Friedrich hier keineswegs hinter ihnen versteckten muss. Und so spielt sich das Album in einer Stunde nicht nur in die Herzen der Zeraphine Fans. Es ist eine sehr gutes elekronisches Album, was nicht nur vielschichtig, sondern auch experimentierfreudig ist. Selbst beim zweiten und dritten Mal anhören sind immer noch kleine Details zu entdecken. Die Coverversion des Radiohead Klassikers „Creep“ ist hier besonders gelungen.

Die Sprung in das andere Lager ist geglückt: Broken Grid kann mehr als nur überzeugen und Sven Friedrich liefert hier ein authentisches und ehrliches Elektro-Album mit seinem Projekt Solar Fake ab. Behandelt werden Themen wie Selbstbetrug, Betrug und mentale Wunden.

Über eine Live-Performance von Solar Fake äußerte sich der Sänger in sofern, dass er vermutlich mit einem weiteren Musiker auf der Bühne stehen und Keyboard spielen will, während er dazu singt. Im Hintergrund sollen Filme laufen, ansonsten wird es wohl eine rein elektronische Veranstaltung werden.

Autor: Eniz

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