Re:Legion gibt es ansich schon seit 2001. Erst jetzt, nach langem Schaffen erscheint am 26. Oktober 2007 endlich das Debütalbum von Oliver Schmitz und Martin Cremers aus Bielefeld bzw. Karlsruhe.

Treibende Beats und eine tragende Flächen-Atmosphäre sind die Bestandteile der Werke des Duos. Nicht richtig krachig, sondern eher entspannt und für lange ausgedehnte Zeiten auf der Tanzfläche wurde diese Musik erschaffen. Mit kleinen und feinen Raffinessen, die auf dem ersten Ohr vielleicht nicht wahrzunehmen sind, sich aber spätestens beim zweiten Durchlauf erschließen. Dadurch wird eine sehr dichte Klangstruktur erschaffen, die sich tief ins Gehör brennt und ähnliche Effekte wie bei VNV erzeugt.

Die Vocals sind teilweise klar, teilweise aggressiv durch den Vocoder gejagt und untermalen die jeweilige Stimmnug oder stehen ihm konträr gegenüber. Zu weichen Klängen kommen harte Vocals und bilden somit den Kontrast. Die Melodien haben Wiedererkennungswert, gar keine Frage.
Schwachpunkt ist allerdings, dass einem das alles sehr stark bekannt vorkommt. Die zündende, eigene Note fehlt mir hier ein wenig. Zumindestens in den ersten 5. Songs. “Dn38416” bedient sich der Melodie von Brad Fiedel, der einst auch die bekannte Titelmusik für Terminator gemacht hat. Mit allerlei Samples aus dem Film haben Re:Legion hier eine Coverversion gemacht, die sehr gelungen ist und sich von den ersten 5. Songs nun doch abhebt.
Insgesamt wird das Hauptmerkmal auf die erwähnte Atmosphäre gelegt. Tanzbar sind die Songs von Re:Legion allemal und sicherlich keine schlechte Musik Aber es fehlt einfach das gewisse Etwas, was dem Album seine Einzigartigkeit gibt. Nur so sind Vergleiche bereits vorprogrammiert.

Autor: Eniz

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