Den Scream Silence Fan wird es sicher nicht überraschen, dass am 20.04.2007 das sechste Album der Gothic Rocker erscheinen wird. Die Band, die bereits mit Sisters of Mercy Gitarrist Adam Pearson zusammengearbeitet hat und sich im Laufe der Jahre nach ihrer Gründung 1998 kontinuierlich weiterentwickelt haben, veröffentlichen „Aphelia“ auf ihrem eigenen Label Plainsong Records.

Und das fängt auch mit dem bombastisch-langsamen „My Eyes“ an. Der Stil erinnert etwas an die frühen Theatre of Tragedy und stellt das mit dem zweiten Track „Harvest“ auch unter Beweis.
Etwas von Diary of Dreams beeinflusst, startet „Kerosene“ unerwartet elektronisch und die Vergleiche drängen sich quasi auf. Und so geht das auch munter weiter, ehe mit „Nothingless“ eine Wende ins akkustische kommt und Abwechslung mit sich bringt. Diese verbleibt allerdings nur kurz, da sich jetzt noch kein Song richtig im Ohr hängengeblieben ist.
Bis zur Hälfte des Albums präsentiert sich die Band wie eine Ansammlung von vergangenen Relikten von Meilensteinen der Gothic-Rock Kultur des letzten Jahrzehnts. Sehr epochal-pathetische sehr schwere Gothic-Rock Musik.
Auf der zweiten Hälfte des Album gibt es kaum Veränderung. Der gleiche Pathos, das gleiche stereotypische Gothic-Rock wie wir ihn kennen und nur die wenigsten lieben. Und immer wieder herzerweichende Schmachtende nicht-authentische Monumental Balladen.
Und dann zum Schluss das 10 Minütige Titelstück. Zu lang und zu langweilig. Allenfalls bei Kerzenschein und drei Flasche billigem Rotwein zu genießen.

Als Fazit kann man sagen, dass Scream Silence mit ihrem neuen Album ganz gewiss keine schlechte Musik machen.
Nur der ständige Begleiter ist nun mal der Vergleich zu Diary of Dreams. Selbst der Gesang ahmt Adrian Hates nach, daher von Innovation keine Spur. Vielleicht etwas rockiger als Diary of Dreams, aber ganz sicher kein Album, was mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. Nunja, wie immer ist alles eine Frage des Geschmackes und mit Sicherheit werden sich Scream Silence Fans darüber freuen.

Autor: Eniz

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