Hinter Ellipse steckt der Musiker Maximilian Wall, dessen musikalischer Werdegang an sich solitär erfolgte und wieder einmal zeigt, wie man mit Engagemant und fest an seinen Vorstellungen festhaltend (und natürlich mit Talent) vieles erreichen kann. Und so wurde im November 2006 über unzählige Demotapes „Welt aus Papier“ bei Bright Light Records veröffentlicht.
Einen bestimmten Stil verfolgt der Musiker nicht. Auf dem Album, das man grob in die Industrial Schublade stecken kann, verbindet er Metal, Gothic, EBM und Dark Wave mit verzerrtem Sprechgesang. Was er selbst im Promo-Text als „verzerrter Sprechgesang zwischen Manson und Thomas D“ bezeichnet, kann ich so gar nicht bestätigen. Diese Musik hat noch nicht einmal zu MegaVier Zeiten auch nur annährend etwas damit zu tun und das ist auch gut so.
Überraschenderweise streut Maximilian Wall unerwartet Future-Pop Elemente mit ein, was den Stücken enormen Auftrieb gibt. So abwechslungsreich die Musik ist, umso monotoner der Sprechgesang, was mit zunehmendem Fortschreiten des Albums leider sehr schnell uninteressant wird. Ob das nun ungewollt oder Absicht ist, bleibt dem Musiker alleine vorbehalten. Experimente im Sprechgesang werden hier nicht gewagt, was sehr schade ist, zumal hinter so viele musikalischen Ideen im Bereich der Vocals, die ausschließlich deutsch sind, einfach zu kurz kommen.
Seine Welt aus Papier hat Maximilian Wall eindeutig im positiven Sinne zerfetzt. Möglicherweise besteht gerade dort der Scheideweg, dass man seine emotionalen Irrwege durch brachiale Musik auseinandernimmt.
Autor: Eniz












