Bevor La Magra mit diesem Debüt Album im August 2006 in die Musiklandschaft Eintritt erhielt, verliefen die ersten Gehversuche auf insgesamt drei CD-R Alben und Anfang 2006 mit Beiträgen auf diversen Samplern. Aktuell auf dem Vital Terms Of Rupal Records Sampler (mindbreed Rezension) mit „Auf Ewig“ vertreten, was im März erscheint, wartet „Music For The Living Dead“ mit düsteren Elektroklängen auf.
Begrüßt wird man von niemand geringerem als von Bram Stokers Dracula in Coppola´s gleichnamiger Verfilmung und einem stampfenden Beat und einem hauchenden Louis Cyphre, dem Sänger von La Magra. Das Album, was sich im thematischem Schwerpunkt mit allerlei Vampiren beschäftigt, hat einen gewissen zurückhaltenden Retroeffekt, was man Mitte der 90er sehr oft in Clubs zu hören bekam.
Nach einem fast 8-minütigem Eröffnungssong sieht die Sache bei „Fürsten Der Nacht“ schon etwas anders aus. Mitreißender EBM/Industrial Beat mit Tod-Liebe-Teufel Texten gibt dem anfangs schwermütigem Album mehr Dampf im Kessel.
In „Vampire Hunter“ werden wieder Sprachsamples aus einem mir unbekanntem Film gestreut und klingt etwas übersteuert und disharmonisch. Nun denn, „Mistress Of The Night“ wartet zum ersten Mal mit weiblichem Co-Gesang auf, kann mich allerdings auch nicht so richtig mitreißen. Ein weiterer Vampir-Song namens „The Eyes Of A Vampire“ kommt nur schleppend und – wie sollte es auch anders sein – mit Sprachsamples aus „Interview mit einem Vampir“.
„Oceans Of Time“ – wieder mit Dracula Samples – versucht hier mit sehr übersteuerten Sounds das eigentlich schwache Lied zu überspielen. „Infect Me“ ist nach „Fürsten Der Nacht“ das zweite Stück, was wieder Schwung in das Album bringt und tröstet über die Durststrecke hinweg. Nach mittelmäßigen Tracks findet das Album mit dem passenden „Draculas End“ sein vorläufiges Ende.
Das Album enthält noch vier Remixe, die sich insgesamt sehr von dem eigentlichen La Magra Stücken unterscheiden und die alle auf Tanzflächenniveau aufpoliert wurden.
Insgesamt wurde das Vampir-Thema hier vollständig ausgereizt. Aufgrund der kaum abweichenden Thematik wird das Album sehr schnell eintönig und monoton, obwohl sich das Ganze schon im Bereich des Independent-Elektro einpendelt. Auf jeden Fall werden hier Freunde der (Vampir)Nacht ihre helle… pardon… dunkle Freude haben.
Autor: Eniz












