Glenn Love ist ein agiler Undergroundkünstler aus Toronto und war in den letzten Jahren als Live-Performer auf kanadischen Dark-Raves aktiv. Diese Auftritte haben ihm den Ruf eines kreativen solistischen Elektronik-Musikers eingebracht.

Mit Elementen aus dem Dark Electronic Beats, Neo-Folk, Electro, Trance und Ambient mixt der Kanadier Glenn Love seine eigene Vorstellung einer schönen Epoche. Verspielt und komplett instrumental setzt er seine Stück in Szene, die mit Kunstpausen eher den auf der Tanzfläche befindlichen Selbstdarsteller zu begeistern weiß.
Durch fehlende Akzentuierungen werden die Songs allerdings zu Selbstläufern. Technisch gesehen ausgereift, keine Frage und auch kein Versuch, das Talent des Musikers in Misskredit zu ziehen. Aber dennoch… selbst das ausgereifteste Album kann manchmal den Funken nicht überspringen lassen, auch wenn die Charteinträge was anderes angeben.
Vielleicht hat man als Europäer ein anderes Musikverständnis und mag es einfach strukturiert. Ich für meinen Teil jedenfalls verliere mich in diesen Klangstrudeln. Es gibt auch keinen Wiedererkennungswert beim zweiten Anspielen, aber vielleicht war ja auch gerade das die Absicht ds Musikers. Anhänger des Ambient werden vielleicht ihre Freude daran haben, aber mir fehlt hier ganz klar und einfach gesagt der Bums.

Auf der CD selber befinden sich ein AntiWar Remix von AntiStasis mit (natürlich) eingestreuten Samples von George W. Bush und ein T.H. Industry Remix des Openers „Iceland“, was den höchsten Wiedererkennungswert widerspiegelt. Ansonsten geht das Album sang- und klanglos unter.

Autor: Eniz

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