CryptCha aus der Nähe von Darmstadt veröffentlichten bereits im März ihr Debüt-Album. Die fünf Musiker beförderten ein beeindruckendes erstes Album zu Tage. Ob es hält was es verspricht, lest ihr selbst…
Eine Newcomer-Band macht von sich hören und wie. Das Quintett, mit zahlreichen Gastmusikern,
legen mit „Sorrows Away“ ein erstklassiges und lupenreines Debüt vor. Im Bereich des Gothic
angesiedelt, werden alle bedeutenden Zutaten für ein kraftvolles und alles andere als
langweiliges Album zusammengekocht.
„CryptCha“, was im gewissen Sinne die Übersetzung für das deutsche Wort „Gruftie“ ist, könnte
leicht das Vorurteil bringen, es handele sich um eine der zahlreichen Wannabe-Gothic-Band,
die meinen, man macht Gothic, wenn man Kunstblut aus dem Mund laufen lässt und den ganzen
Tag „Gott ist tot“ vor sich hermurmelt. Dem ist hier nicht so.
Die Arrangements hören sich professionell an, die Kompositionen lassen auf eine langjährige
Musikererfahrung schließen. Die Musik ist vielschichtig und abwechlungsreich.
Die Texte handeln zum größten Teil von Einsamkeit und Enttäuschungen, verlorenen Hoffnungen.
Musikalisch haben es die Baden-Würtemberger sehr geschickt mit Violine-Einsätzen
und klassisch klingenden Keyboards umgesetzt. Eingestreute Klassikbreaks stoppen und spulen die Musik
wieder vorwärts. Am ehesten mit „The Crüxshadows“ zu vergleichen, inspiriert von Gothic und
Wave in den englischen 80s, wagen sich „CryptCha“ auch in elektronische Geilde, was man
„That´s Life“, dem stärksten Stück auf der CD, am deutlichsten anmerkt.
Uptempo wechseln sich mit Midtempo und mittelalterlichen Klängen ab. Wie man bereits erahnen
kann, bedienen sich die Musiker aus der Nähe von Darmstadt aus beinahe jedem Genre.
Das Album ist bereits am 15.03.2006 veröffentlicht worden und auf jeden Fall wert, über eine
Anschaffung nachzudenken, beziehungsweise reinzuhören. Für mich, als Gothic-Muffel sogar
ansprechend und das will schon was heißen.
Auf der Bandhomepage kann man sich ein paar Hörbeispiele anhören, um ein eigenes Bild zu machen.
Autor: Eniz












