„Glückswald – Geschichten aus Tenebrae entstand im Zeitraum Winter 2005/2006 in der Küche des Gezeitenfürsten“ – und so unglaublich es klingt, diesen Satz wird jeder nach einmaligem Anhören der CD unterstreichen.
Warum? Lest weiter, wenn ihr euch traut…
Wer oder was ist Glückswald überhaupt?
Glückswald ist ein (weiteres) musikalisches Projekt vom Rami Akkad, welcher sich im Internet bereits einen gewissen Ruf durch den musikalischen Output seiner Projekte „Wutolm„, „Kamikazebowler“ und „Arschblut“ erschuf.
Laut Webseite besteht die Band aus Eichenhain (Komp. – Lyr. – Voc.), Nourdath (Komp. – Lyr. – Voc.) und Sepia (Komp. – Visual Arts), nähere Informationen zu den einzelnen Pseudonymen liegen jedoch nicht vor.
Was erwartet einen mit „Geschichten aus Tenebrae„
Die etwas älteren Leser werden sich sicherlich an die Begleitmusik der alten Computerspiele erinnern – Midi-Musik genannt, auf wenige Töne beschränkt und dennoch in der Lage, eine gehörige Stimmung zu erschaffen und durchaus gut zu klingen.
Genau diese Musik ist es auch, welche uns auf „Geschichten aus Tenebrae“ erwartet, begleitet von etwas, das wohl entfernt wie der Output eines kreischenden Black-Metallers klingen soll, jedoch unweigerlich an jemanden erinnert, der sich sein Skrotum in einer Mausefalle eingequetscht hat und in diesem Zustand voller Inbrunst ein Mikrofon akustisch vergewaltigt.
Inhaltlich soll „Geschichten aus Tenebrae“ von einer fiktiven Welt namens „Pagan“ erzählen, in welcher sich die Titanen bekämpften und infolge dessen die Sonne für immer untergegangen ist, in den Vocals zeichnet sich davon jedoch relativ wenig ab.
Erschienen ist „Geschichten aus Tenebrae“ über das Label Tenebrae Records, auf dessen Webseite man die CD für 7€ inkl. Versand erwerben kann.
Sollte man sich dazu entschließen, erhält man neben der CD auch ein recht ansehnliches Cover mit düsterer Gestaltung – schick, hier hat man sich offensichtlich wirklich Mühe gegeben!
Fazit
Eigentlich könnte“Geschichten aus Tenebrae“ durchaus eine chillige Scheibe abgeben, was jedoch leider durch den „Gesang“ zunichte gemacht wird.
Schade, denn das was dort aus den Boxen schallt hört sich gar nicht so übel an und schneidet im Vergleich mit Ramis Seitenprojekten um Längen besser ab.
Die Frage, welche wohl unbeantwortet bleiben wird, ist, ob das Ganze überhaupt ernstgemeint ist oder ein weiteres Funprojekt in den Weiten des Internets darstellt. Selbst dem abgebrühtesten Hörer dürften bei diesem Werk in dieser Hinsicht Zweifel aufkommen…
Tracklist
01 – Die Halle des Stratos
02 – Spirituelle Hasstiraden
03 – Wiegenlied
04 – Trauer
05 – Zwischenspiel
06 – Dolorus
07 – Felicitus
08 – Waldempfinden
09 – Auf allen Wegen
10 – Disaster of Love
11 – Avatoth Whyr (dem unbekannten Gotte)












