Nach einem Demo, zwei EPs und einem Album präsentiert der Australier Charlie Fenech am 17.03. sein neues Ablum „Re-Possesion“.
Das noch relativ junge Projekt wurde 2002 ins Leben gerufen. Die Idee bestand darin, den Soundtrack eines Filmes mit harten Electro-Sound zu kombinieren. Die Absicht ist es, Bilder in den Köpfen hervorzurufen. Die andere Seite von Angel Theory ist die entgegengesetzt düstere, schwarz-romantische Seite, die sich ebenfalls in dem oben genannten Genre bewegt.
Wenn jemand sein Album „Re-Possesion“ nennt, so denkt man in erster Linie, ob es nicht vielleicht ein „Possesion“-Album gab und das nun „nur“ ein Remix-Album geworden ist. Nein, das ist es nicht. „Re-Possesion“ ist ein eigenständiges Album, was knapp zwei Jahre nach der letzten Veröffentlichung des Albums „Fatal Condition“ im März 2006 erscheint.
„Black and Blue“ und „Possesion“, die auf „Re-Possesion“ zu hören sind, konnte man bereits auf der „Black and Blue“ EP hören, welche im Mai 2005 erschienen ist.
Den Einstieg macht das langsame, an „Cause of death: Suicide“ von Suicide Commando erinnernde Stück „Breath“. Danach dreht der in Melbourne lebende Musiker auf und präsentiert mit „I feel desease“ ein EBM Stück mit dröhnenden Drums und verzerrter Stimme. „Black and Blue“ fängt mit kaum Musik an und entwickelt sich dann zu einem ausgereiftem, tanzbaren Flächenbrand im Sinne von Keyboardflächen.
Aber Charlie Fenech, der zuvor mit dem Instrumentalprojekt „Finland Station“ 1998 erste Gehversuche gemacht hat, kann auch anders. So wechseln sich tanzbare Stücke mit eher ruhigeren, mit den selben Elementen arbeitenden Stücken ab.
Zweifelsohne das beste Stück ist „Possesion“ auf der CD. Tragisch-tragende Keyboardeinsätze, verzerrter Gesang, sehr langsame Drums und eine ausgetüffelte Eingänigkeit machen aus dem Stück ein Endzeitepos.
„Lost“, das sechste Stück, ist ein recht strukturloser, instrumentaler Noisebreak, der nicht nötig gewesen wäre. Ein Geräusch, was klingt wie eine rollende Untertasse auf einem Tisch nervt dann doch sehr gewaltig.
Da am besten die Forward Taste drücken.
Die zweite Hälfte zeigt sich wieder gewohnt flotter. Allerdings ändert Charlie Fenech den Musikstil dort nur minimal, sodass schnell ein Wiederholungseffekt entsteht. Es wird mit wechselnden Tempobeschleunigungen experimentiert, aber so richtig dran kleben bleibt man nicht.
„Re-Possesion“, das Titelstück, fängt mit einem Filmsample an und hebt das Niveau wieder ein wenig an. Den Abschluss findet das Album mit „Horizon“, der mit einer Art Sprechgesang anfängt und größtenteils von traumartigen Keyboardflächen bis zum Ende hinter den Horizont getragen wird, während Charlie Fenech dem Hörer noch einmal seine Wut entgegenwirft.
Übrigens gibt es auf der Homepage des Musikers zahlreiche Hörbeispiele, sowie die komplette 1998er „Finland Station“ EP zum kostenlosen Download.
Autor: Eniz












