Fast vier Jahre ist der letzte Albumrelease von Covenant her. Damals sprengte „Northern Light“ alle Erwartungen und zusammen mit etlichen Singleauskopplungen an die Spitze der Deutschen Alternative Charts schoß, wo sie sich für die längstmögliche Zeit hielten.
Jetzt kehren Covenant zurück. Ihre aktuelle Single „Ritual Noise“ ließ bereits großes erahnen, und ohne zu viel zu versprechen, kann man wohl mit Recht sagen, dass sich die Zeit des langen Wartens mehr als gelohnt hat.
Den Opener stellt die erste Singleauskopplung „Ritual Noise“ dar, welche bereits jetzt die Tanzflächen zum Glühen bringt.
Fast könnte man meinen, das recht ruhige und getragene Stück sei Vorbote eines neuen Stils, den Covenant mit „Skyshaper“ eingeschlagen haben, denn beim ersten Hören scheinen die gewohnt hämmernde Beats wie einst bei „Call The Ships To Port“ primär passé zu sein, während eingängige Lyrics und experimentelle Klänge dominieren.
Diese sind vielleicht nicht jedermanns Geschmack und anfangs gewöhnungsbedürftig, aber typisch individualistisch für die Jungs um Frontmann Eskil Simonsson, dessen markante Stimme den Stücken natürlich erst den nötigen Schliff verleiht.
„Pulse“ und „Happy Man“ lassen schnell Assoziationen zu Kraftwerk aufkommen, die eher minimalistisch-elektronischen Kompositionen mit leichter C64 Attitüde eignen sich hervorragend zum ruhigen Abchillen allein oder zu zweit.
Dass sie die alten Klänge doch nicht verlernt haben, zeigt sich recht deutlich an den Stücken „The Men“ und „20Hz“ – treibende Rhythmen und kräftige Bässe zeichnen die beiden potentiellen Clubhits aus, ganz im Stile vergangener Hits.
Mit „Spindrift“ üben Covenant noch einmal Druck auf die Ohren aus, denn was da aus den Boxen wummert klingt vor allem nach einem: sieben Minuten jeder Menge Spaß auf dem Dancefloor.
Mit „The World Is Growing Loud“ schließt das Album mit einem wundervoll träumerischem Stück ab, sphärische Klänge ziehen den Hörer in ihren Bann, während Eskils warmer Gesang einen in seine eigene Gedankenwelt entführt. Herrlich.
„Skyshaper“ ist für mich schon jetzt eine der Veröffentlichungen 2006 – ein Album das in keiner guten Sammlung fehlen darf!
Tracklist:
1 Ritual Noise
2 Pulse
3 Happy Man
4 Brave New World
5 The Men 03:17
6 Sweet And Salty
7 Greater Than The Sun
8 20 Hz
9 Spindrift
10 The World Is Growing Loud












