1998 noch als Trio gegründet, versammeln sich die aus anderen Bands übriggebliebenen Bandmitglieder zu den „Golden Apes“. Peer Lebrecht und Christian Lebrecht (ex-Der Ewigleiterstrom, Non Ego, Legend’s of Summerland) und Eric Bahrs (Gründungsmitglied von Dust of Basement und Alice’s Day) finden schnell eine gemeinsame Basis.
Die erste Veröffentlichung kommt bereits im Herbst 1998 unter dem Namen „The Figurehead EP„).

Es folgten Konzertauftritte mit namenhaften Bands wie „Scream Silence“ und „Whisper in the Shadow“. Das erste Album „Stigma3:am“ folgte dann letztendlich Ende1999.
Danach erhielt die Band Zuwachs von Oliver Kulins und Nestor de Valley. Oliver Kulins sollte aber bereits nach drei Jahren wieder aussteigen und von Sven Wolff ersetzt werden.
Nach einigen Festivalauftritten etablierten sich Golden Apes in der Gothikszene und steigerten nach und nach ihren Bekanntheitsgrad.

Als Quintett nun unterwegs veröffentlichten Golden Apes bereits Ende letzten Jahres ihr neues Album „Structures„. Die Stimme des Sängers Peer Lebrecht weist starke Einflüsse von Sisters of Mercy, Nick Cave, Dreadful Shadows und Love Like Blood auf. Eine tiefe nuancierte Stimmlage, untermalt mit Keyboardflächen sowie typischen Goth-Rock Elementen, mal ausgefeilter, mal minimalistisch-bassbetonter und an frühere Dark-Wave Bands erinnernd, sorgen hier für die nötige Abwechslung.
Wenn das Keyboard nicht gerade Flächen spielt, so setzt es als Intro klare Pianoklänge ein.
Das einzig auf deutschbetitelte „Ewigheim“ stellt hier zu dem übrigen 9 Tracks den Kontrast dar, aber wird ebenfalls wie die anderen auf englisch gesungen.
Insgesamt wechselt Peer Lebrecht die Tonlage auf dem gesamten Album nur minimal, sodass der Eindruck des monotonen entsteht. Hingegen wirkt die Musik sehr abwechslungsreich.
Den Abschluss dieses eher in die Batcave-Ecke gehende Album findet den Anfang mit Wellenschlagen und eines spährisch-akkustischen Stückes, dessen Keyboardflächen mit klaren Pianoklängen fusionieren und sich in das übrige Konzept einfügen.

Das 10. nicht gelistete Stück, was erst nach gut einer Minute beginnt, bildet den Abschluss von „Structures“ und ist eine Coverversion des Joy Division Klassiker „Atmosphere“.

Als Fazit kann man sagen, dass musikalisch hier ein ausgereiftes Werk vorliegt, was leider an Love Like Blood, Nick Cave oder die Sisters of Mercy nicht herankommt, aber einen guten Paten gefunden hat. Einzig die monotone Stimme wäre hier zu bemängeln und vielleicht etwas weniger Keyboard, dafür prominentere Gitarren hätten aus „Structures“ ein sehr gutes Batcave-Gothikrock Album gemacht.
Es fehlt irgendwie der eigene Stempel.

Autor: Eniz

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