Neues vom Pohl’schen Projekt Blutengel: Nach dem Wechsel der Sängerinnen von Eva Pölzing zu Ulrike Goldmann (Ex-Say Y; Mindbreed berichtete) hat man nun mit „The Oxidising Angel“ eine neue EP auf den Markt gebracht, obgleich man bei einem elf Stücke und fast 67 Minuten umspannenden Werk vielleicht nicht mehr ganz von einer EP reden kann.
Auf jeden Fall fällt zuerst das neue und sehr aufwendige Artwork, selbst bei der mir vorliegenden „Normalversion“, ins Auge. Hierfür zeichnet sich einmal mehr Constance Rudert verantwortlich, die zusammen mit den ausdrucksstarken Fotos von Annie Bertram und den Illustrationen von Jan Meininghaus eine richtige Augenweide aufs Papier gebracht hat.
Was hört man?
Die EP beginnt mit der EP-Version von „The Oxidising Angel“ einer Uptempo-Nummer, die die Blutengel weiter entwickelt und sehr facettenreich zeigt. Weiter geht es mit „Cry little sister“ einer Ballade, die gewöhnungsbedürftig anfängt, sich dann aber deutlich steigert. „Burning heaven“ ist ein Track, der typisch nach Blutengel klingt. Sehr schön ist das langsame „Little love“, eine Ballade, die von Chris’ Stimme und einer Klaviermelodie getragen wird. Deutlich schneller ist wiederum „Leave the day“, ein von Sythie-Pop der 80er inspiriertes Stück, das gute Chancen hat ein Floorfiller in den Clubs zu werden.
Auf den nächsten fünf Stücken wurde den Remixern Gelegenheit gegeben ihre Künste unter Beweis zu stellen. Besonders hervorzuheben ist die Überarbeitung von „Navigator“ unter Mithilfe von Sara Noxx.
Mit der Single-Version des Titeltracks schließt eine EP, die nicht nur bei eingefleischten Fans der Blutengel auf Interesse stoßen sollte.
„The Oxidising Angel“ wurde im Übrigen nicht nur in einer normalen Version, sondern auch in einer limitierten Auflage mit noch aufwendigerem Artwork und Video herausgebracht.
Autor: Carsten












