Bereits seit dem 15.09. ist der zweite Longplayer der Schweizer Elektro / Synthiepopband Dembahl erhältlich. Das sie kein unbeschriebenes Blatt sind, kann man sowohl an ihrer Diskographie, als auch anhand ihrer Bandgeschichte ablesen
Gegründet Ende der 90er von Mike (Synths) und ASF (Producer) wird 1999 Demahl durch die Sängerin Romy und dem Londoner Keyboarder und Bassisten Riz1 komplettiert. Nach zwei EPs erfolgt dann 2002 der erste CD „Peaceconference“, was in der Schweizer Presse auf positive Kritiken stößt und von einem Schweizer Multimedia Betrieb die mühselige Eigenregie ablöst.
Seit dem Zeitpunkt ihrer Gründung bis zur Gegenwart durchlaufen Demahl eine stetige Weiterentwicklung, ehe sie dann in dem Synthie-Elektro-Pop-Bereich ihrer vorläufige Nische finden.
Als 2005 die Band Zuwachs von Pablo, dem Drummer, erhält fühlt sich die Band vervollständigt. Die Eigensinnige Dynamik kann ihren Siegeszug zwischen Kommerz und Kunst, Hochglanz und Schmuddel fortführen.
Aber nehmen wir das neueste Werk „Whole“ mal genauer unter die Presselupe:
Nach einem Instrumentalen Intro, wird man dann auch sogleich in die Welt von Demahl entführt. Der Gesang der Sängerin Romy erinnert etwas an Sina von Psychzobitch, der Sound wie bereits beschrieben, schwebt zwischen Elektro und Synthiepop. Glasklarer Gesang verleiht dem Ganzen auch den nötigen Elan.
Yendri Einflüsse findet man im dritten Stück „Sweet Sweet Switzerland“, was zweifelsfrei eine Hommage an das Heimatland Schweiz ist. Die erste Ballade findet sich in Form von „Get by“, was vor Tragik nur so strotzt. Härter zur Sache geht es dann mit „The Road we’re on“, verspielte Melodien und Breakbeats verleihen auch dem seine eigene Dynamik.
Abwechslungsreich zeigen sich die Schweizer dann mit „If I can“, wo Romy mit einem männlichen Gegenpart. Leider geht aus den Credits nicht hervor, wer der gute Mann mit der engelsgleichen Stimme ist. Zusammen liefern sie sich eine Popballade ab, die stark an Melotron erinnert.
Eine theatergleiche Klavierbetonte Popballade gibt es bei „A Certain Feeling“. Romy reizt ihre gesanglichen Qualitäten vollends aus und das könnte sogar Mama und Papa gefallen.
Ja, und so strömen die Synthiepopsongs nach und nach aus den Lautsprechern. Abwechselung gibt es mit den eingestreuten etwas härteren elektroschwangeren Zwischenstücke. Für den Synthiepopliebhaber sicher eine Freude, für die, die es härter mögen gewöhnungsbdürftig.
Diskographie:
Sokrates (EP) 1998
Drop Your Defence (EP) 1999
Peaceconference (LP) 2002
Whole (LP) 2005
Band:
Romy (Vocals)
Mike (Songwriting / Keyboards)
Riz1 (Bass / Keyboards)
Pablo (Drums)
ASF (Producer)
KyraCat (Audiovisual Künsterlin bei Live Auftritten)
Beziehen kann man „Whole“ über die Homepage der Band.
Autor: Eniz












