Einzigartig, ungewöhnlich, anders und irgendwie auch dazwischen – das sind nur 4 Worte von vielen, die wohl zu finden wären, wenn man Goethes Erben in einem Lexikon nachschlagen könnte…
Doch warum dazwischen? Und vor allem wo zwischen? Zwischen Gut und Böse? Zwischen Schwarz und Weiß? Ja, irgendwie trifft das beides zu und dennoch ist es bei Weitem keine ausreichende Antwort auf diese Frage.
Goethes Erben sind halt anders… An dem Versuch sie zu erklären sind bestimmt schon einige gescheitert.
Nach 16 Jahren Bandgeschichte und einem einzigartigen Stil kennt man Goethes Erben bereits, groß vorstellen muss ich sie nicht mehr.
Die Komposition aus poetischem, deutschen Sprach- und Dichtgesang, von den Erben selbst als „Musiktheater“ bezeichnet, untermalt mit leichten Melodien ist zweifellos einmalig. Goethes Erben mag man einfach oder man mag sie nicht.
Ein Dazwischen gibt es in diesem fall eher nicht. Ob man sie versteht ist wiederum eine ganz andere Sache…
Nach der limitierten und sehr erfolgreichen Vorabsingle „Alptraumstudio“ ist nun ihr neues Studioalbum im Anmarsch. „Dazwischen“ heißt das gute Stück und irgendwie lässt mich das Gefühl nicht los, dass man einen Albumtitel kaum treffender hätte auswählen können, wenn man aus dem Hause Goethes Erben stammt.
Das Album besteht aus 13 Songs, die uns eine extreme und tiefgründige Sicht des
Lebens zeigen. Gedankengänge, gesprochen von Oswald Henke, der das Ganze wie gewohnt perfekt umsetzt.
Die Texte sind, wie sie selbst sagen, aus dem Leben gegriffen und alles was Goethes Erben berührt und inspiriert fließt somit auch ihre Musik ein.
Wer den Stil von Goethes Erben liebt, wird auch bei diesem Werk nicht enttäuscht sein. Das Album besteht aus einer guten Mischung aus schönen, wohlklingenden und träumerischen Songs mit fantasievollen und sanft gesprochenen Texten. Die beiden ersten Titel „Prolog zu einem Märchen“ und „Tage des Wassers“ sind zum Bespiel zwei davon. Das Stück „Kopfstimme“ – mein persönlicher Favorit – setzt hingegen eher auf Gittarenklänge
und auch die Stimme von Oswald Henke wird lauter und fesselnder.
Mein Fazit: Goethes Erben haben etwas erschaffen, was ihre Fans wie gewohnt zum Denken und
irgendwie auch zum Staunen bringt. „Dazwischen“ ist keine Musik, die einfach irgendwo im Hintergrund läuft. Sehr gelungen!
Autor: Jennifer












