Der junge Musiker Niyze hat bereits eine Reihe von Demos veröffentlicht. Nun hat er sein erstes Album in Eigenproduktion fertig und hält einige Albträume für uns bereit.

Der in der Nähe von Dortmund ansässige Solokünstler Niyze veröffentlicht in Eigenproduktion nach nunmehr 5 Demos seine erste Platte. Machte er mit den ersten Demos noch tanzkompatible ungeordnete Musik, so begann er bereits mit der zweiten Demo in Richtung Ambient und Newage, ehe er nun mit „The darkest Place Vol.1“ sowohl Songs aus den Demos, als auch neu komponierte den Weg seiner fünften Demo CD fortführte und im Bereich Dark Ambient / Noise anzusiedeln ist.

Wer kennt nicht das Gefühl aus einem Albtraum zu erwachen und nicht zu wissen, wo er sich gerade befindet… Wirklichkeit und Traumwelt vermischen sich für einige Momente, ehe man aus dem Nebel heraus Schatten wahrnimmt, welche sich zu Gegenständen formen.
Der Künstler Niyze lässt den Zuhörer nicht aus dem Albtraum, behält ihn in einer beengenden Zelle fest und der Wahnsinn prasselt ihm in gießenden Strömen aufs Haupt in Form von 19 sehr stimmungsdrückenden Kompositionen.
Man weiß nicht, ob einem grad die Stimmen im Kopf selbigen zerbersten lassen sollen oder ob Wahnsinnige von außen her in das eigene Ich dringen.

Ganz klar inspiriert von älteren Neubauten Liedern hämmern die Lieder wie Vorschlaghämmer aufs Gemüt. Man kriegt gleichfalls Schwindelanfälle und Kopfschmerzen. „The darkest Place Vol. 1“ ist somit keine Partymusik, sondern eher für den autistischen Goth, der Selbstinzinierung bis zum Exitus betreibt (schwarze Mülltüten an den Kellerfenstern etc). Das ist die eine Seite von Niyze.
Die andere Seite sieht beinahe so aus, als ob wir von unseren vorherigen Leiden befreit oder beziehungsweise belohnt werden. Leichte Pianoklänge unterlegt mit weichen und harmonischen Keyboardflächen heilen unsere zuvor zugefügten Wunden.
Die weicheren Passagen, die nicht wirklich ein Gefühl von Euphorie aufkommen lassen, haben aber alle für sich was Bedrohliches. Alles komplett instrumental gehalten schwankt „The darkest Place Vol.1“ zwischen Traum und Albtraum hin und her.

Diskographie:
Niyze – Suicide Music (Demo)
Niyze – Reanimation Music (Demo)
Niyze – Why should I live? (Demo)
Niyze – Niyze (Demo)
Niyze – Stumme Schreie (Demo)
Niyze – The Darkest Place Vol.1 (CD – Eigenproduktion)

Autor: Eniz

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