Ihr Single-Release „In this together„, das erste Lebenszeichen vom anstehenden neuen Album – dem ersten nach 3 Jahren – war für viele Fans ein Schlag ins Gesicht und erregte die Gemüter. Frei nach dem Motto: „Weg vom Futurepop, hin zum Indie-Rock“ wurden die Synthies in den Hintergrund gedrängt, und den Gitarren eine Leadposition zugesprochen.
Ob es nur ein „Ausrutscher“ war, und wie sich „You And Me Against The World“ tatsächlich anhört – lest weiter…
Wieviel Weiterentwicklung ist gut? Diese Frage dürfte sich den meisten Hörern stellen, welche die ersten Ausläufer des neuen Albums vernommen haben.
„Weiterentwicklung“, „Kommerzialisierung“, „Mainstreamanpassung“ – nur einige der Schlagworte, welche in Fanboards und Diskussionsgruppen in den letzten Wochen aufkamen. Wieviel Apoptygma Berzerk ist noch drin, in der „Neuen“?
Als unvoreingenommener Käufer könnte man fast meinen, sich beim Kauf vergriffen zu haben, denn das, was dort aus den Boxen quillt hat wenig mit dem bekannten Apoptygma Berzerk – Sound gemein. Ein Blick auf die CD und die Verpackung bestätigt dann jedoch die böse Vorahnung: Irgendwas hat sich geändert. Irgendetwas?
Die gute Nachricht vorweg: Stephan Groth singt immer noch, was mit dem Rest der Band passiert ist, darüber lässt sich nur spekulieren. Musste sich die Band bislang mit Vergleichen mit Covenant & Co begnügen, so ist jetzt die erste Assoziation: „klingt ja wie Placebo“.
In der Tat ist von den Songstrukturen und Samples der „guten alten Zeit“ nichts mehr übrig geblieben, treibende Rhythmen wie im hinlänglichen bekannten „Non Stop Violence“ oder „Spindizzy“ sucht man vergeblich, dafür wurden jetzt Tracks im Spektrum zwischen Hart- und Kuschelrock ins Programm genommen, die bekannten typischen Apoptygma Klänge vernimmt man nur noch selten.
Auf der zur Bemusterung vorliegenden 9-Track Snippet CD liegen die Songs ohne Mastering und nur in gekürzter Fassung vor; neben dem bereits im Vorfeld ausgekoppelten „In This Together“ und der Coverversion des Kim Wilde – Klassikers „Cambodia“ ist nicht viel Innovation erkennbar: Ein meist einheitlicher Gitarrenbackground mit Electrofragmenten und Stephans kräftiger Stimme – ein Pseudo-Erfolgsrezept, welches allerdings nach kurzer Zeit gehörig auf die Nerven gehen kann.
Was man nun von „You And Me Against The World“ halten soll? Diese Frage sollte jeder für sich selbst beantworten, jedoch sei an dieser Stelle dringend dazu geraten, vor dem Kauf in die CD hinein zu hören, um sich nicht im Endeffekt über einen Fehlkauf zu ärgern.
Und für alle diejenigen, die bereits von „In This Together“ herbe enttäuscht wurden, ist die Empfehlung klar: Finger weg – behaltet APB so in Erinnerung, wie sie waren!












