Drummer stehen selten im Rampenlicht – zum einen rein räumlich, weil sie hinter ihrer Schlagzeugburg verschanzt sind, zum anderen aber auch, weil sie selten in den kreativen Prozess involviert sind. Doch es gibt Ausnahmen. Dave Grohl (Nirvana, Foo Fighters) ist so eine. Neuerdings muss man auch Dennis Poschwatta dazu zählen, denn der ehemalige Guano-Apes-Drummer hat mit seiner eigenen Band TAMOTO ebenfalls den Schritt nach vorne gewagt und ist an Gitarre und Gesangsmikro gewechselt. Nach der am 18.7.05 veröffentlichten Single „Beware“ erscheint nun am 01.08.05 das Debüt-Album „Clemenza“.
Wie gut Dennis seinen neuen Job macht, zeigt das grandiose Debüt „Clemenza“. Ungeachtet seines Instrumentenwechsels hat er die meisten Nummern übrigens selbst eingetrommelt, um seine alten Fans nicht zu enttäuschen.
Das Komponieren eigener Stücke ging dem Multitalent leicht von der Hand, denn bereits bei den Guano Apes war Dennis maßgeblich am Songwriting beteiligt. Ihm zur Seite steht sein alter Freund Markus a.k.a. G-Ball (ebenfalls Gesang und Gitarre), der ursprünglich aus der R&B-Szene kommt und sich als Remixer einen exquisiten Ruf erarbeitet hat. Diese beiden bilden den kreativen Kern von TAMOTO.
Im Studio wurden sie von befreundeten Gastmusikern wie den ehemaligen Guano-Apes-Kollegen Stefan Ude (Bass) und Henning Rümenapp (Gitarre), dem H-Blockx-Bassisten Fabio Trentini, dem Rockabilly-Schlagzeuger Rossi Rossberg Andor Arnhold (Gitarre) von Nailhead sowie Drummer Lars Watermann und Gitarrist Kai Weisser, die beide in Markus alter Band Supershop gespielt haben, unterstützt. Aus diesem Pool rekrutieren sich auch die Live-Musiker.
Stilistisch haben sich TAMOTO keine Grenzen gesetzt und zeigen sich ausgesprochen experimentierfreudig, wobei die Basis natürlich Rock bleibt…
Wie erfrischend das Duo-Plus-X zur Sache geht, zeigt der bunt schillernde Sound:Poppige Hooklines, fette Bass-Grooves, kraftvolles Drumming, akzentuierte Alternative-Gitarren, raffiniertes Programming und kontrastierenden Vocals im Spannungsfeld zwischen R&B und Hardcore – all das macht TAMOTO aus. Und noch viel mehr! Früher nannte man das Crossover, und im eigentlichen Wortsinn passt diese Bezeichnung noch heute. Was soll man zu dieser Musikrichtung noch mehr sagen?












