Retractor ist das neueste Kind des polnischen Labels Black Flames Records, welche in der letzten Zeit bereits Newcomergrößen wie Final Selection und XP8 hervorbrachten.
Bislang zeigte sich Black Flames recht erfolgreich, was die Entdeckung neuer Talente betraf, und dementsprechend hoch sind auch die Erwartungen, die man jetzt an Retractor stellt. Ob man dies zu Recht tut? Lest weiter…

Hinter dem Pseudonym Retractor verbergen sich der Puerto-Ricaner Milton Sanchez sowie Anthony Stuart, welche mit „No Resistance“ ihr Debüt vorlegen.
Mit insgesamt 15 Tracks ist es bis an den Rand mit kraftvollen, dröhnenden Stücken beladen, welche sich anscheinend gegenseitig zu übertreffen versuchen, was Eingängichkeit und Tanzbarkeit betrifft. Schnelle Melodien, treibende Beats, verzerrte Vokals gepaart mit verschiedenen Samples – das ist die Quintessenz von Retractor, die sie zwar konsequent durch „No Resistance“ durchziehen, jedoch von Track zu Track variieren, so dass kein Stück wie das andere klingt, der Stil von Retractor jedoch unverkennbar bleibt.
Zwar sind die Vocals fast durchweg derart verzerrt, dass man die Texte kaum oder nur mit Mühe versteht, aber mal ehrlich: bei dieser Art von Musik geht es meist weniger um die tiefgründigen Texte, als um den Spaß am Feiern.

Der Musikstil orientiert sich grob an Bands wie Suicide Commando, ohne jedoch altbacken zu wirken oder auf bereits erfolgreichen Konzepten mitzureiten.
Das haben Retractor auch gar nicht nötig, bieten sie doch durchweg guten Industrial zum Abtanzen, der für die entsprechenden Clubs und Parties eine willkommene Bereicherung sein wird.

Black Flames haben damit wieder einmal bewiesen, dass sie ein glückliches Händchen für Bands dieses Genres haben, und haben mit Retractor einen weiteren, vielversprechenden Newcomer unter Vertrag genommen, der in Zukunft hoffentlich noch viel von sich hören lässt.

Werbung