Nach ihrem 2002 veröffentlichten Debütalbum „Consequences of Disobedience“ melden sich Velcra jetzt mit ihrem neuen Werk „Between Force an Fate“ zurück. Die Platte steht seit dem 04.07.05 in den Regalen…

Seid ihr bereit für die skandinavische Rock-Sensation? Wer Velcra sind, dürfte sich hierzulande inzwischen herumgesprochen haben. Das Quintett um die charismatische Frontröhre Jessi Frey war schließlich letztes Jahr mit Oomph! auf deren überaus erfolgreicher „Augen auf“-Tour unterwegs. Für Velcra nicht nur hinsichtlich der prall gefüllten Shows eine glückliche Fügung. Diese Band hatte einen nicht unbeträchtlichen Einfluss darauf, wie Velcra heute klingen.

Man kan durchaus parallelen zwischen Oomph! und Velcra finden – beide Bands teilen sich z.B. die Vorliebe für extrem tightes Heavy-Riffing -, doch Velcra haben noch 999 weitere Facetten, die es zu entdecken gilt. Da sind Industrial-Rock-Anleihen, wie man sie von Nine Inch Nails, Marily Manson oder auch Rammstein kennt, die Power von hartem Metal a la Pantera und die Experimentierfreude von Alternativ-Ikonen der Marke System of a Down.

Hätte der Sound des neuen Albums nicht das unverwechselbare Velcra-Trademark, würde man kaum glauben, dass es die gleiche Sängerin ist, die da eben noch bei der heftigen Rockwalze „Memory Loss“ Furcht einflößend aggressiv ins Mikro shoutet und dann beim folgenden Song „I Can´t Tell The Sun From The Moon“ mit einem Kinderchor um die Wette säuselt. Sie variiert zwischen Teufels-und Engelszungen, z.B. bei dem live eingespielten Brecher „Corruption“ und deutet bei „Hotel Alcatraz“ an, dass sie auch als Rapperin eine gute Figur machen würde.

Mit „Between Force and Fate“ gehen Velcra einen großen Schritt nach vorne. Auch wenn hier mal typische Eighties-Keyboards zwischen den mächtigen Riffs hervor schimmern, ist das neue Werk doch deutlich härter ausgefallen als das Debüt.

Werbung
Redaktion
Unter diesem Benutzernamen werden Beiträge ehemaliger und freier Mitarbeiter zusammengefasst.